VORSPIEL von Mathias Klappenbach : VORSPIEL von Mathias Klappenbach

Der Traum aller Trainer lautet folgendermaßen: Ich kann jede Position doppelt besetzen und darf mich wie Bayern-Coach Jupp Heynckes zwischen Thomas Müller und Arjen Robben entscheiden. Auch wenn das manchmal beleidigte Stars mit sich bringt. Die Folgeprobleme können groß sein – oder kleiner wie bei Borussia Dortmund, wo sich zumindest keiner öffentlich beschwert, selbst nicht der unzufriedene Stürmer Lucas Barrios. Der überragende Sven Bender ist verletzt? Die Personifizierung des eigenen laufintensiven Spiels, Kevin Großkreutz, braucht eine Pause? Mario Götze fehlt länger? Dann spielen wie im DFB-Pokal bei Holstein Kiel eben Moritz Leitner, Ivan Perisic und Jakub Blaszczykowski. Die vermeintlich schwächere personelle Besetzung war dem Dortmunder Powerfußball nicht anzumerken, Perisic war der überragende Mann. Im Bundesligaspiel gegen Leverkusen muss er wohl trotzdem wieder auf die Bank. Hier zeigt sich einer der wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Mannschaften. Bei Bayer ist es trotz der eigentlich hohen Qualität im Kader ein Problem, den gelb-rot-gesperrten Michal Kadlec zu ersetzen. Trainer Robin Dutt kündigte am Donnerstag an, der lange verletzte Bastian Oczipka werde als linker Verteidiger anstelle des Tschechen auflaufen. Es sind gerade die Außenverteidigerpositionen, über die in diesem Aufeinandertreffen der massiven Mittelfeldreihen wichtige Offensivaktionen gestartet werden können. Leverkusens Winterzugang Vedran Corluka hat hier ebenso seine Stärken wie Dortmunds Lukasz Piszczek. Entscheidend wird sein, wie gut die aufgerückten Außenverteidiger mit den Mittelfeldspielern harmonieren, Corluka und Oczipka sind nicht mit ihren Mannschaftskollegen eingespielt. Leverkusen hat außer Michael Ballack also auch noch andere Probleme.

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