VORSPIEL von Mathias Klappenbach : VORSPIEL von Mathias Klappenbach

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Beim FC Bayern ist derzeit wenig in Ordnung. Das kann man auch daran erkennen, dass der Trainer des kommenden Gegners TSG Hoffenheim bereits gefragt wird, ob er den Job in München anstrebe. Natürlich wird Markus Babbel auch deshalb darauf angesprochen, weil er als Spieler 16 Jahre bei den Bayern war. Er warte nicht täglich auf einen Anruf aus München, sagt Babbel, diese Frage stelle sich nicht. Vielmehr muss er in diesen Tagen wie der Trainer jedes Bayern-Gegners überlegen, wie seine Mannschaft die offensive Dreierreihe der Bayern mit Arjen Robben, Thomas Müller und Franck Ribéry stoppen will. Mit Müller auf der zentralen Position ist sie noch offensiver als mit Ballverteiler Toni Kroos. Markus Babbel wird die üblichen Mittel wie das konsequente Doppeln von Robben und Ribéry anwenden und seine Spieler ansonsten anweisen, sich nicht zu weit zurückzuziehen. Die Hoffenheimer haben selbst eine starke offensive Dreierreihe. Anders als bei den Münchnern mit Mario Gomez gibt es bei ihnen keinen festen zentralen Stürmer, sondern vier sehr offensive Spieler, die ihre Positionen wechseln. Vom FC Barcelona bis zum FC St. Pauli laufen inzwischen mehrere Vereine in einer ähnlichen Grundordnung ohne festen Stoßstürmer auf. Bei den Hoffenheimern rücken auch die Außenverteidiger und die defensiven Mittelfeldspieler bei Gelegenheit weit auf, das Grundsystem der Mannschaft war schon vor der Zeit Markus Babbels offensiv ausgerichtet und ist dabei sehr variabel. Als ein Grund für die Krise wird den Münchnern hingegen eine zu große Starrheit in ihrem Spiel und eine einfache Berechenbarkeit vorgehalten, Mario Gomez ist nun mal kein Außenstürmer. Entscheidend könnte sein, ob der zuletzt nicht in Überform auftretende Thomas Müller eine Lücke findet. Er folgt seinem Instinkt, das ist nicht berechenbar.

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