Sport : Vorteil Potsdam

Potsdam – Einsichtig zeigte sich Fatmire Bajramaj auch nach dem Schlusspfiff nicht. „Inka Grings ist dafür bekannt, dass sie wie eine heiße Kartoffel fällt“, sagte die Fußballnationalspielerin von Turbine Potsdam, die mit Grings bis zum Sommer 2009 beim FCR Duisburg spielte. Gestern Abend sah Bajramaj in der 60. Minute Gelb-Rot, nachdem sie Grings im Bundesligaspitzenspiel gefoult hatte. Potsdam siegte vor 1765 Zuschauern im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion dennoch 2:1 (2:0) und verdrängte Duisburg von der Tabellenspitze.

Turbines Trainer Bernd Schröder fand „Gelb-Rot unnötig, da muss man nicht hingehen“. Zuvor war Bajramaj allerdings sehr effektiv gewesen: Duisburg hatte in der ersten Halbzeit Druck gemacht, Potsdam die einzigen Chancen zu Toren genutzt, beide vorbereitet von Bajramaj. In der 28. Minute legte sie für Anja Mittag auf, nach 44 Minuten schlug sie die Ecke, die Jessica Wich zum 2:0 nutzte. Duisburg schaffte in einem zerfahrenen Spiel mit vielen Fouls in der 89. Minute nur den Anschlusstreffer durch Eunice Beckmann.

Potsdam hat damit das erste von vier Duellen für sich entschieden, beide Teams treffen auch in den Halbfinals von DFB-Pokal und Champions League aufeinander. Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg sieht den Gegner, der zwei Spiele weniger bestritten hat, im Bundesliga-Titelkampf nun im Vorteil. „Potsdam hat es jetzt in den eigenen Füßen“, sagte sei. ru

0 Kommentare

Neuester Kommentar