Sport : VW will endlich Erfolg: McClaren wackelt in Wolfsburg

Wolfsburg -  Die Ausgangslage für Steve McClaren lässt sich denkbar einfach zusammenfassen: siegen oder fliegen. Das letzte Vorrundenspiel des VfL Wolfsburg am Samstag gegen 1899 Hoffenheim könnte auch für den Trainer des VfL zum persönlichen Endspiel werden. Nach einer bislang enttäuschenden Saison für den selbst ernannten Europapokal-Anwärter ist die Trainerdiskussion in vollem Gange. Manager Dieter Hoeneß vermied am Freitag ein Treuebekenntnis für den angeschlagenen englischen Coach.

„Ich habe mich seit Wochen nicht dazu geäußert und werde das auch jetzt nicht tun“, sagte Hoeneß. Sein Ausweichen begründete er damit, eine Diskussion vermeiden zu wollen. Dabei sind die Spekulationen längst nicht mehr aufzuhalten, die Stimmung bei den Fans und vor allem im Mutterkonzern Volkswagen hat sich inzwischen gedreht. Lokale Medien brachten bereits den in Stuttgart geschassten Christian Gross, den ehemaligen HSV-Coach Martin Jol und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer als mögliche Nachfolger für McClaren ins Gespräch. „Das ist Unsinn“, erklärte Hoeneß. Vonseiten des Klubs heißt es offiziell, das Schicksal McClarens hänge nicht vom Ausgang des Spiels gegen Hoffenheim ab. Außerdem erklärte Hoeneß: „Das entscheidet ja nicht VW.“

Der Druck des Mutterkonzerns aber wird auch angesichts der vor der Saison ligaweit höchsten Investitionen in Höhe von 37,6 Millionen Euro größer. Am Donnerstag hatte VfL-Aufsichtsratschef und VW-Vorstandsmitglied Francisco Javier Garcia Sanz schonungslose Kritik auf der klubeigenen Internetseite veröffentlicht: „Wir sind selbstverständlich mit der sportlichen Situation nicht zufrieden. 18 Punkte und Platz 14 sind keinesfalls das, was wir uns vorgestellt haben.“ Garcia Sanz garnierte seine deutlichen Worte mit dem klaren Hinweis, die restlichen Spiele in diesem Jahr mögen bitte gewonnen werden: Siege gegen Hoffenheim und im Pokal gegen Cottbus seien „das richtige Signal“. Spätestens seit diesen Hinweisen dürfte McClaren im Fall einer Niederlage nicht mehr zu halten sein. dpa

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