Sport : Wachsen mit dem Weltstar Stenbäcken lernt bei den Füchsen von Iker Romero

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Berlin - „Ich komme langsam“, sagt Sven-Sören Christophersen, „es steht nur noch 2:1 für Jonathan“. Dass der Schwede Stenbäcken im Vergleich der Füchse-Spieler auf dem Golfplatz vorn liegt, verwundert bei einem Handicap 17 nicht. Ganz anders sieht es da auf dem Handballfeld aus, wo Christophersen auf Halblinks die klare Nummer eins ist. Für Stenbäcken, im Sommer von IK Sävehof nach Berlin gewechselt, dann aber wegen eines Infekts lange zum Zuschauen verdammt, ist jedoch Besserung in Sicht, zuletzt erhielt er mehr Einsatzzeit. „Das hat gut getan“, sagt der 23-Jährige, dessen Team heute auf die HSG Wetzlar trifft (17.30 Uhr/Max-Schmeling-Halle).

Mit seiner Genesung ergeben sich für die Füchse neue taktische Varianten. „Jonathan kann Christophersen in der Abwehr entlasten“, sagt Trainer Dagur Sigurdsson. „Mit ihm haben wir zudem einen weiteren torgefährlichen Spieler auf der Halbposition.“ In Anbetracht der Konkurrenz auf seiner Position – Christophersen und Iker Romero – hat es Stenbäcken aber nicht leicht, dessen ist er sich bewusst. „Für mich ist jedes Bundesligaspiel wie zuvor eines in der Champions League“, sagt er. Füchse-Manager Bob Hanning lobt dieses Understatement: „Jonathan ist klar im Kopf, hat keinen Star-Spleen. Er wird uns noch sehr helfen.“

Der Schwede selbst empfindet es als hilfreich, dass er mit Iker Romero einen Weltstar an seiner Seite weiß. „Von ihm bekomme ich immer wieder Tipps.“ Überhaupt beschreibt er das Verhältnis der Spieler bei den Füchsen als sehr angenehm – trotz des Konkurrenzkampfes.

Bis zur Bundesliga-Pause im Januar will es Stenbäcken unbedingt gepackt haben, das erwarten auch die Füchse-Verantwortlichen von ihm. Ein kleines Vorbild hat der Neuzugang in seiner Freundin Anna Jensen, die früher bei Kungällos HK als Torhüterin spielte und ihm nach Berlin gefolgt ist. Jetzt ist sie eine feste Größe im Team des BVB Füchse Berlin. „Ich war bei Spielen von ihr dabei“, sagt Jonathan Stenbäcken, „jetzt kann sie endlich auch mich wieder beim Handball erleben.“

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