Sport : Wahlen auf bayerisch Präsident Franz Beckenbauer wird klar im Amt bestätigt

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(dpa/Tsp). Es war eine Wahl, deren Ausgang nicht schwer zu prognostizieren war. Wie das eben in Bayern, oder gerade bei den Bayern so ist: Schon vor der Stimmabgabe war klar, dass Franz Beckenbauer in seinem Amt als Präsident des deutschen FußballRekordmeisters FC Bayern München mit großer Mehrheit bestätigt werden würde. Und so kam es dann auch: Mit 97,2 Prozent der Stimmen hatte der 58-Jährige einen selbst für bayerische Verhältnisse überwältigenden Wahlerfolg.

Nach diesem Ergebnis schloss Beckenbauer ein über das Jahr 2006 hinaus dauerndes Engagement als FCB-Chef nicht aus. Zu Beginn seiner vierten Amtszeit als Präsident hatte er einen großen Vertrauensbeweis erhalten und durch die Zustimmung der Mitglieder gleich neuen Spaß am Job gefunden. „Es sind noch drei Jahre bis zur nächsten Wahl, warten wir mal ab“, sagte Beckenbauer nach seiner Wiederwahl am Freitag.

Mit einer Mischung aus Volksnähe und Führungsdiktum hatte Beckenbauer die Jahreshauptversammlung des größten deutschen Sportvereins in der Münchner Messehalle geleitet und keine Probleme, die große Mehrheit der 1302 Mitglieder für sich und seine ebenso gewählten Präsidiumskollegen Bernd Rauch und Fritz Scherer zu gewinnen. Nicht einmal die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich schlechtere Bilanz der FC Bayern München AG konnte die Harmonie im Saal stören. „Wir haben sicherlich anders kalkuliert. Aber wir kommen über die Runden, ohne Schulden zu machen und werden von allen beneidet“, sagte Beckenbauer.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gewinn der Aktiengesellschaft um 9,4 Millionen Euro auf nur noch 400 000 Euro. Schlechter war das Vereinsergebnis zuletzt vor neun Jahren. Der Umsatz des FC Bayern sank nach einem Jahrzehnt des Wachstums und dem Rekordergebnis des Vorjahres von 176 auf 162,7 Millionen Euro. Verantwortlich für die Einbußen werden das frühe Aus in der Champions League im Herbst 2002 und die gesunkenen TV-Einnahmen gemacht. Grund zur Besorgnis sehen die Bayern-Bosse aber nicht. „Der Umsatz interessiert mich nicht. Ich schaue nur auf den Profit“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge. Wie der Vorstandsvorsitzende der Bayern-AG rechnet auch Uli Hoeneß bei Erfolgen in der Champions League mit einem steigendem Gewinn: „So wie ich es jetzt sehe, wird das Jahr auf jeden Fall besser als das letzte“, sagte der Manager.

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