Wales unverhofft im EM-Halbfinale : Waliser lassen Hochzeiten und Beyoncé sausen

Wales’ Erfolgsserie passt vielen Spielern nicht in die Planung. Aber dennoch geht bei allen Aktivitäten das Halbfinale vor.

Lennard Kröger-Petersen
Konzert-Zerrung. Die Waliser schwänzten Beyoncés Gig.
Konzert-Zerrung. Die Waliser schwänzten Beyoncés Gig.Foto: REUTERS

Als sich Marc Gunter und seine zukünftige Ehefrau auf das Datum ihrer Hochzeit Anfang Juli einigten, berücksichtigten sie nicht, dass Bruder, Trauzeuge und 72-facher walisischer Nationalspieler Chris Gunter eventuell etwas Besseres vorhaben könnte. Im EM-Halbfinale zwischen Wales und Portugal gegen Cristiano Ronaldo zu verteidigen zum Beispiel. Wales? Halbfinale? So weit würde es schon nicht kommen.

Halbfinale statt Hochzeit

Zum Leidwesen der familiären Harmonie findet jenes Halbfinale nun tatsächlich am Vorabend der Hochzeit statt und sogar die Eltern entschieden sich schweren Herzens für Lyon und gegen die Zeremonie in Mexiko. Verständlich, denn während die eine Veranstaltung wohl ein sicherer Einzug in den nächsten Lebensabschnitt wird, ist das walisische Weiterkommen einigen Gefahren ausgesetzt. Er werde aber auf jeden Fall via Skype seine Funktion als Trauzeuge wahrnehmen, erklärte der Verteidiger dem „Mirror“.

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Halbfinale! Wales feiert seinen größten Sieg
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Beyoncé-Karten musste er verschenken

Doch dieser Fall ist nur eine der Folgen vieler Fehlplanungen, in denen Wales eine deutlich kürzere Lebensdauer bei der EM eingeräumt wurde.

Da wäre zum Beispiel noch Abwehrmann Neil Taylor, der seiner Teuersten zum Geburtstag Karten für das Beyoncé-Konzert am vergangenen Wochenende in Cardiff geschenkt hatte. Dass seine Mannschaft kurz zuvor den gerade in Fahrt gekommenen Mitfavoriten Belgien mit 3:1 aus dem Turnier kegeln würde, konnte doch nun wirklich niemand ahnen! Seine Frau entschied sich dann übrigens auch gegen Beyoncé im Principality Stadium und für ihren Mann im Stade Pierre-Mauroy in Lille.

Kurzzeitparkplatz am Flughafen? Das wird teuer!

Auch der ehemalige walisische Nationalspieler Dean Saunders wurde zum Opfer seines Pessimismus. Vor der Abreise nach Frankreich war er der Ansicht, dass ein Kurzzeitparkplatz am Flughafen völlig ausreichend sei und zahlt nun seit Ablauf der Frist etwa 100 Pfund für jeden zusätzlichen Tag. „Wenn ich nach Hause komme, werde ich ein Vermögen aufbringen müssen“, erklärte der Ex-Mittelstürmer der BBC. Er könnte allerdings noch glimpflich aus der Sache rauskommen, denn kürzlich twitterte der Flughafen Birmingham: „Wenn Wales Europameister wird, übernehmen wir die Parkgebühren!“

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