Sport : War was?

Stefan Hermanns

über die erfreuliche Hinrunde von Hertha BSC Nach allgemeiner Einschätzung ist an diesem Wochenende eine sehr erfreuliche und bemerkenswerte Hinrunde der Fußball-Bundesliga zu Ende gegangen. Das liegt nach Ansicht der Experten vor allem an Vereinen wie Mainz 05, Arminia Bielefeld und Hannover 96, die als hauptverantwortlich für den Modernisierungsschub im deutschen Fußball gelten. Hertha BSC wird in diesem Zusammenhang nicht genannt, obwohl die Berliner in der Tabelle inzwischen vor all diesen so genannten positiven Überraschungen liegen.

Die allgemeine Ignoranz könnte daran liegen, dass Herthas eher schleichender Aufschwung von der Öffentlichkeit nicht richtig wahrgenommen wird. Oder die Rückkehr in die Spitze wird gar nicht als Überraschung erkannt. War Hertha nicht immer da oben? Offenbar ist die vorige Saison schneller in Vergessenheit geraten, als die Berliner selbst es gehofft hatten. Am Anfang der Hinrunde ist ihnen der Schrecken des Abstiegskampfes noch gelegentlich präsent gewesen; doch nach und nach haben sie sich davon emanzipiert. Hertha spielt jetzt nicht mehr gegen den Misserfolg an, sondern für den Erfolg.

Manager Hoeneß spricht manchmal vom Glück, das zu Hertha zurückgekehrt sei. Aber der aktuelle Erfolg lässt sich nicht mit Glück erklären, genauso wenig wie der Misserfolg der vorigen Saison einfach nur Pech war. Hertha hat die beste Defensive der Liga, ist das beste Auswärtsteam, hat seit sieben Spielen nicht verloren. Die Mannschaft spielt mit Konzept und System. Hertha ist jetzt ein bisschen Mainz 05. Nur in erfolgreich.

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