Sport : War’s drin oder nicht?

von

Vielleicht erklärt sich jetzt das berühmte Wembley-Foto, auf dem Uwe Seeler vor einer Blaskappelle zur Halbzeit völlig schlapp in die Kabine schleicht. Der Mann war erkältet, und musste sich scheinbar anschließend in der Pause mit zwei anderen Kollegen Ephedrin reinziehen, um auch noch in der zweiten Halbzeit durchhalten zu können. Das wiederum würde erklären, warum ein Fifa-Mediziner später von der Einnahme eines gewissen Ephedrinmittels bei der deutschen Mannschaft bei drei Spielern berichten konnte.

Diese Erkenntnis, die Berliner Historiker bei der Studie „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“ zu Tage gefördert haben, ist freilich umstritten. Eine der größten Enten, von der er je gehört habe, sagt Willi Schulz. Bei diesen Tieren ist ihm eine gewisse Glaubhaftigkeit zuzusprechen, hat der frühere Nationalspieler doch in der Bundesliga lange gegen Willi Lippens gespielt. Aber warum wehren sich die Spieler so vehement dagegen, gedopt gewesen zu sein? Eröffnet das Ephedrin nicht ganz neue Möglichkeiten?

Denn was ist mit dem vielen Ephedrin in der deutschen Kabine passiert? Das Schiedsrichtergespann wirkte schon zur Halbzeit etwas matt, es wird doch nicht ebenfalls in der Pause …? Das würde erklären, warum Tofik Bachramow in der 98. Minute den Ball über der Linie gesehen haben will, obwohl das nie und nimmer der Fall gewesen ist. Ephedrin wirkt ja euphorisierend, der Linienrichter wollte wohl mehr Jubel im Stadion. Auf jeden Fall ist nun klar: Schiedsrichter gedopt, das Finale von 1966 muss wiederholt werden.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar