Sport : Warten auf das Glück

Man kann Trainer Kurt Jara kaum vorwerfen, dass er nicht alles versucht hätte. Zur Anhebung der Spielkultur wurde nach 279 Tagen Verletzungspause erstmals wieder Rodolfo Esteban Cardoso zum Schlussakt eingewechselt, Neuzugang Raphael Wicky gab über 90 Minuten sein Debüt. Doch unter dem Strich kam beim Hamburger SV wieder nur das heraus, was in letzter Zeit oft herauskommt: zu wenig. 1:1 (1:0) trennte sich der HSV vom SC Freiburg, und Trainer Jara stimmte ein wohlbekanntes Klagelied an: "Das ist so im Fußball. Wenn man unten steht, hat man eben Pech. Aber wenn die Mannschaft so weitermacht, kommt das Glück zurück."

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Der HSV war zweifellos engagiert. Und hatte Grund zur Freude, als Roy Präger mit einem prächtigen Fallrückzieher gegen den früheren HSV-Torhüter Richard Golz das 1:0 gelang - Prägers erster Saisontreffer. Doch eine Fahrlässigkeit in der HSV-Abwehr nutzten die Gäste durch Stefan Müller zum schmeichelhaften Ausgleich.

Hamburgs Publikum feierte dennoch: Als Cardoso erstmals wieder nach seiner langwierigen Knieverletzung in der 73. Minute aufs Feld kam, erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen und jubelten dem Argentinier zu, als könne er allein alle Holprigkeiten im HSV-Spiel beheben. Cardoso war gerührt. "Es war ein schöner Tag", sagte er hinterher.

Neuzugang Raphael Wicky (früher Werder Bremen), im defensiven Mittelfeld eingesetzt, bot eine solide Leistung, war viel auf Achse. Doch Freude über sein Debüt empfand er nicht. "Das Ergebnis ist unbefriedigend", sagte Wicky.

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