Sport : Warten auf den Kempa-Trick

Was Füchse-Spieler für das All-Star-Game planen

Hartmut Moheit

Berlin - Wenn sich die Chance ergibt, dann wollen Bartlomiej Jaszka und Konrad Wilczynski den Fans heute eine besonders beliebte Aktion zeigen. „Wir wissen ja noch nicht, ob wir längere Zeit zusammen spielen dürfen, aber der Kempa- Trick wäre schon machbar“, verrät Jaszka. Beim All-Star-Game zum Abschluss der Handballsaison (14 Uhr, Schmeling-Halle) stehen beide Spieler der Füchse Berlin im Aufgebot der Bundesligastars, die auf die Nationalmannschaft von Bundestrainer Heiner Brand treffen wird. „Ja, ich wäre dazu auf Linksaußen bereit, wenn Baba als Regisseur mit das entsprechende Signal gibt“, sagt Wilczynski.

Beide Berliner sehen es als „besondere Ehre“ an, in diesem Spiel dabei sein zu dürfen. Was längst nicht für alle Kandidaten zutrifft. Der Franzose Nikola Karabatic, der die Bundesliga vom THW Kiel in Richtung Montpellier verlassen wird, sagte seine Teilnahme aus „schwerwiegenden privaten Gründen“ ab. Die Nationalspieler Pascal Hens und Torsten Jansen fehlen aus einem anderen Grund: Nahezu zeitgleich findet in Homburg-Erbach das Abschiedsspiel des Ex-Nationalspielers Christian Schwarzer statt, und da wollten sie auf keinen Fall fehlen.

Dennoch verspricht das All-Star-Game in Berlin noch einmal einen großen Handball-Nachmittag. Davon jedenfalls geht Bartlomiej Jaszka aus. Der polnische Spielmacher der Füchse freut sich darauf, „gemeinsam mit namhaften Spielern mal in einem nicht so ernst zu nehmenden Match zu spielen“. Mit einem Vertrag bis 2013 bei den Füchsen ausgestattet, hat der WM-Dritte ohnehin noch sehr viel in Berlin vor. „Ich muss noch ein wenig mehr aus mir herausgehen“, sagt Jaszka. „Zu einem Füchse-Team mit großen Ambitionen gehören nun einmal auch Spieler, die ein bisschen Show machen.“ Eine Lehrvorführung wird Jaszka beim All-Star-Game von einem künftigen Mitspieler bekommen: Torhüter Silvio Heinevetter, der aus Magdeburg kommt. „So emotional wie er werde ich nie reagieren“, sagt Jaszka. „Aber ich arbeite daran.“

Für Polens Nationaltrainer Bogdan Wenta ist die Reserviertheit des Mittelmanns kein Grund, ihn nicht für die wichtigen nächsten Wochen zu berücksichtigen. Deshalb können Jasza und der wurfstarke Füchse-Halblinke Michal Kubisztal auch nicht in den Urlaub fahren. „Mit der Nationalmannschaft spielen wir gegen Schweden, Montenegro und Rumänien um die EM-Qualifikation“, sagt Jaszka. Auch Konrad Wilczynski wird zunächst mit der für die EM als Gastgeber bereits qualifizierten österreichischen Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Island fliegen. Dagur Sigurdsson, ab Juli in Doppelfunktion Nationaltrainer in Österreich und Coach der Füchse, will dabei vor allem die Teambildung vorantreiben. „Ich kann ja dann meinen Füchse-Mitspielern erzählen, was auch sie erwartet“, sagt Wilczynski. Die Füchse wollen schließlich in der Bundesliga in der kommenden Saison ein ganzes Stück nach oben. Das All-Star-Game 2010 könnte dann ein noch schönerer Abschluss werden.Hartmut Moheit

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