Sport : Warum Doping schadet Viele kluge Gedanken zu

einer Ethik des Sports

Friedhard Teuffel

Was Politik und Wirtschaft längst haben, das wird allmählich auch für den Sport formuliert: eine eigene Ethik. In dem von der Wissenschaftlerin Claudia Pawlenka herausgegebenen Buch „Sportethik“ finden sich 24 kluge Aufsätze, die das Wertegebäude des Sports aufzeichnen. Es geht um Regeln, um Fairness und schließlich um die größte Herausforderung für Sport und Sportwissenschaft: Doping.

Doping wird befördert, weil der Sport längst kein Spiel mehr ist, sondern inzwischen von „existenzieller Ernsthaftigkeit“ geprägt ist, wie ein Autor schreibt. Das trifft vor allem auf die großen Sportarten zu. Konrad Ott, Professor für Umweltethik, sieht in den Randsportarten daher „Refugien und Ecksteine des Fair Play. Womöglich werden ,am Rande’ die moralischen Ressourcen aufbewahrt, derer der kommerzialisierte Sport zu einer dereinst notwendigen Renaissance bedarf“. Viele der Texte liefern gute Begründungen, warum Doping dem Sport schadet. Pawlenka etwa schreibt, dass eine sportliche Leistung auf natürlichem Weg erfüllt werden müsse. Diese Natürlichkeit unterscheide den Sport schließlich von der Kunst, in der Leistungen auch unter Drogeneinfluss erbracht werden dürfen. Im Sport zähle aber nicht nur das Ergebnis, sondern auch, wie es entstanden ist.

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