Sport : Was an Godzilla nagt

Armin Lehmann

erklärt, warum Oliver Kahn in Deutschland bleibt Erinnert sich noch jemand an Oliver Kahn? Nee, der will jetzt nicht Bundestrainer werden, der Torwart-Titan aus München hat aber endlich mal wieder einen schönen Satz gesagt: „Ich habe es nicht nötig, mich für den schnöden Mammon zu entscheiden, ich nage alles andere als am Hungertuch.“

Der Mann nagt lieber Burger von einer großen Fast-Food-Kette, die aber nicht die größte der Welt ist. Für die größten Burger-Produzenten des Planeten macht ja schon sein Teamkollege Michael Ballack Werbung. Olli Kahn aber ist nun mal der allergrößte Torwart im Universum, und so war er vor der Fußball-EM in Portugal gnädig zu sich und den anderen und entschied sich, wenigstens für jenen zweitgrößten Fast-Food-Hersteller als Godzilla durch Städte zu trampeln und furchterregend Feuer zu speien.

Ja, warum? Weil doch der Olli weg wollte aus München. Nicht wegen des Mammons, sondern wegen der Liebe. Hat ihn ja keiner mehr lieb gehabt hier. Also drehte der Mann ein Godzilla-Filmchen, das vor allem die weltgrößten Erfinder unecht wirkender Monster beeindruckt: Asiaten stehen auf Olli Titan. Und siehe da, schon hat ihm ein japanischer Klub 7,5 Millionen Euro jährlich geboten – offiziell als Torwart, „eine Offerte, die finanziell so wahnsinnig war, dass ich mir das durch den Kopf gehen lassen musste“. Kahn bleibt aber nun doch in München, weil er bei der WM 2006 noch im deutschen Tor stehen will.

Nee, der Oliver Kahn wollte sich nicht so billig ins Gespräch bringen. Ganz bestimmt nicht. Was sagt eigentlich Lothar Matthäus heute?

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