Sport : Was ist los Guinea-Bissau? (Glosse)

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Wer kennt das eigentlich nicht? Da steht der Chef der Militärjunta plötzlich im Büro und erklärt, dass das gestrige Play-off-Spiel nicht 2:1, sondern 1:2 ausgegangen ist. Da muss während der Regenzeit ein Rasenplatz für das Meisterschafts-Endspiel gefunden werden, und irgendein Witzbold hat schon wieder die zwei einzigen Bälle aufgeschnitten und als Reisschalen verwendet. Und wo, Caramba und Goddammit, ist eigentlich dieser Zettel von der Fifa?

Doch offensichtlich herrschen nicht in jedem Verband dieser Welt derartige Zustände. Immerhin brachten es 191 der 203 im Fußball-Weltverband Fifa zusammen geschlossenen Verbände auf die Reihe, die Einladung für die WM 2002 zu beantworten. Sehr ordentlich. Damit wollen sich für das Turnier in Südkorea und Japan mehr Verbände qualifizieren, als Länder in der UN organisiert sind (185). Doch die Nachricht von der Fifa stimmt auch nachdenklich.

Hallo Benin, was ist los? Hör mal Guam, es wird Zeit! Und was machen die Künste des Nationalteams von Guinea-Bissau? Auch die anderen, Afghanistan, Jemen, Eritrea, Gabun, Niger, Sudan, Togo und Papua-Neuguinea lassen einfach nichts von sich hören. So geht das natürlich nicht. Doch die Fifa ist nett und kontaktiert in den nächsten Wochen die säumigen Länder erneut. Schließlich will man wissen, ob sie nun das Hochfest der internationalen Kick-Gemeinschaft mitzelebrieren wollen oder nicht.

Da loben wir doch Nordkorea. Das hat sich ordnungsgemäß abgemeldet vom Kampf um die Weltmeisterschaft. Will nicht in Südkorea und Japan Fußball spielen. Das ist präzise, das ist verständlich. Danke, ihr Nordkoreaner, ihr seid zuverlässig.

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