Sport : Was läuft hier?

Ein kleiner Leitfaden für den ersten Besuch auf der Rennbahn

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Gute Quote : Viele Besucher schauen auf die Quoten vor den Rennen. Sie sagt aus, wie viel auf wen gewettet wird. Wer niedrig steht, ist Favorit. Der Toto berechnet immer die Summe, die man beim Sieg für zehn Euro Einsatz zurückbekommt. Doch nicht immer ist der Favorit nachher auch der Sieger.

Richtiger Tipp : Zunächst sieht ein Wettschein verwirrend aus, eine Anleitung zum Ausfüllen findet sich im Programmheft. Wetten Sie zunächst auf den Sieger oder auf ein Pferd, das auf die ersten drei Plätze kommt (Platzwette). Wer das Risiko liebt, kann auch die ersten zwei oder drei Pferde in der richtigen Reihenfolge tippen (Zweier und Dreierwette). Sie können auch zwei Pferde tippen, die in beliebiger Reihenfolge unter die ersten drei kommen (Platzzwilling).

Einfache Gewinne : Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und wagen Sie ruhig mal eine außergewöhnliche Wette, zum Beispiel auf das schönste Pferd. Es gab schon hohe Gewinne für eine Dreierwette, wo alle Pferde mit dem Buchstaben A getippt wurden. Ärgern Sie sich nicht über Verluste und freuen Sie sich auch über kleine Gewinne. Pferdewetten sind vor allem Spaß – nur wenige Profis können davon leben. Dafür beschäftigen sie sich lange vorher mit den bisherigen Leistungen und dem derzeitigen Zustand der Pferde.

Der Jockey: Viele schauen auf die Qualität des Jockeys. Gute Jockeys können auch aus einem mäßigen Galopper einiges herausholen. In Hoppegarten sind mit Jean-Pierre Carvalho, Adrie de Vries, Filip Minarik und Jozef Bojko vier der sechs besten Jockeys des Vorjahres in Deutschland am Start.

Im Führring: Schauen Sie sich Ihr Pferd vor dem Wetten an. Im Führring werden die Pferde vor dem Rennen präsentiert. Profis sehen hier, in welchem Zustand ein Pferd ist.

Warum wetten?: Da beim Galoppsport der Zuchtgedanke der Vollblutrasse im Vordergrund steht, sind Rennen in erster Linie Zuchtprüfungen. Wetten dient zunächst der Zuchtfinanzierung. Für Zuschauer stehen allerdings Spaß und Glück im Vordergrund.

Eine Frage der Gerechtigkeit: Damit Pferde möglichst ausgeglichen ins Rennen gehen, werden sie nach ihren Leistungen eingestuft und bekommen für das Rennen ein Gewicht zugeteilt. Auch Rennen sind in Leistungsklassen eingeteilt. Höchste Kategorie sind die Gruppe-Rennen, unterteilt in die Klassen I bis III. In Hoppegarten gehören dazu die Berlin-Brandenburg-Trophy am 11. Juli (G. II), der Großer Preis von Berlin am 8. August (Gr. III) und der Volkswagen-Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober (Gr. III). Das Hauptrennen am Ostersonntag ist ein so genanntes Listenrennen, ein international offenes Rennen, das vom Niveau her unterhalb der Gruppe-Rennen angesiedelt ist. Darunter folgen die Ausgleichrennen I bis IV.

Service: Der Eintritt kostet zwischen 3 und 30 Euro. Hoppegarten ist über die B 5 in 30 Minuten von Mitte aus erreichbar. Der S-Bahnhof Hoppegarten (S5) liegt nur wenige Schritte vom Eingang entfernt. iwo

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