Sport : Was läuft

Alpine trugen die meisten Fahnen

Bei der Eröffnungsfeier waren besonders die alpinen Skirennläufer als Fahnenträger gefragt. Neben Hilde Gerg führten noch 26 weitere alpine Skiläufer ihre Teams ins Rice-Eccles-Stadion. Es folgten die Ski-Langläufer (9), Rodler (6) und Biathleten (5). Eine Besonderheit hatte Tadschikistan zu bieten: Gafar Mirzojew war der einzige NOK-Präsident, der die Fahne tragen durfte.

Kritik von Roland Baar

Salt Lake City 2002 Newsticker: Aktuelle Nachrichten von den XIX. Winterspielen sowie weitere Sportmeldungen Als "Risiko für den Sport" hat das deutsche Mitglied in der IOC-Athletenkommission, Roland Baar, eine Politisierung sportlicher Veranstaltungen bezeichnet. Der Einzug der "Ground Zero"-Flagge in das Rice-Eccles-Stadion bei der Eröffnungszeremonie sei "eine politische Aussage" gewesen, sagte Baar. "Der Sport geht hier ein gewisses Risiko ein." Als eine der Schwerpunktaufgaben im Sport nannte Baar den Kampf gegen Doping. Er sprach dabei von einem "Angriff auf die ganze Legitimation" des Sports.

Wetten in Las Vegas verboten

Nach einem Beschluss des Nevada Gaming Boards sind im Spielerparadies Las Vegas Wetten auf olympische Wettbewerbe verboten. Wetter suchen deshalb ihre Chance im Internet. Bevorzugter Wettbewerb ist das Eishockeyturnier, bei dem Russland als 2:1 Favorit vor den USA (5:2) und Kanada (7:2) gelistet wird.

Hannawald Wettfavorit

Der Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannawald wird beim Salzburger Wettbüro Intertops als Favorit auf den Gewinn der Goldmedaille beim Skispringen von der 90-m-Schanze gehandelt. Für den Sieg des Hinterzarteners heute auf der Normalschanze in Park City steht die Quote bei 18:10. Als härtester Konkurrent Hannawalds wird der Pole Adam Malysz mit 25:10 notiert, nur eine Außenseiterchance wird dem viermaligen Weltmeister Martin Schmitt aus Furtwangen mit 80:10 eingeräumt.

Erste dunkelhäutige Rodlerin

Sie ist die Exotin unter den Exoten: Dinah Browne startet in Salt Lake City als erste dunkelhäutige Rodlerin in der Geschichte der Winterspiele. Die 32-Jährige trug bei der Eröffnungsfeier auch die Fahne der Jungferninseln ins Rice-Eccles-Stadion und führte somit das insgesamt achtköpfige Aufgebot der Inselgruppe an.

Ticketverkäufe kein Geschäft

Wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier platzten die Träume vom schnell verdienten Geld bei vielen Ticket-Spekulanten. In wahren Verzweiflungsaktionen boten die Kartenverkäufer ihre Ware zu Spottpreisen an und blieben oft unter der Hälfte des realen Kaufwertes. Karten wechselten für 400 statt ursprünglich 885 Dollar die Besitzer.

Keine neuen Dopingfälle

Vor Beginn der Winterspiele ist kein weiterer Athlet von den Wettbewerben ausgeschlossen worden. Alle 27 positiven Resultate zwischen Februar 2001 und Februar 2002 von Kontrollen der Antidoping-Weltagentur Wada waren bereits bekannt. In vier Fällen, die noch untersucht werden, handelt es sich um Sommersportarten.

Essen wie zu Hause

Das russische Team muss auch in Salt Lake City nicht auf sein Nationalgericht Borschtsch verzichten. "Wir haben mit einigen Restaurants eine Abmachung getroffen, dass sie uns unsere Leibgerichte zubereiten. Unsere Athleten sind einfach zufriedener, wenn sie das Gleiche essen können wie zu Hause", erklärte der Chef des russischen Olympia-Teams, Viktor Mamatow.

Ghedina genervt

Dem italienischen Ex-Weltmeister Kristian Ghedina machen in Snowbasin vor allem die Sicherheitskontrollen zu schaffen. Als die alpinen Ski des 32-Jährigen untersucht wurden, fragte er die Kontrolleure entnervt, wo er denn dort eine Bombe versteckt haben solle. Im ersten Training erreichte Ghedina schließlich nur einen enttäuschenden 47. Rang.

Medaille mit Verspätung

Mit zehnjähriger Verspätung erhält der russische Eishockey-Torwart Nikolaj Chabibulin endlich seine Goldmedaille von 1992. In Albertville hatte der heute 29-Jährige als dritter Torwart nur auf der Tribüne gesessen, seine Plakette für den Olympiasieg des GUS-Teams hatte Trainer Viktor Tichonow eingesteckt. Weil der autoritäre Erfolgscoach sie nicht abgab, verzichtete Chabibulin verärgert auf seine Teilnahme am Olympiaturnier 1998 in Nagano, ist aber jetzt in Salt Lake City wieder dabei.

Aus für Weltmeister Trinkl

Der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin hat den Österreichern bei der Generalprobe für die Olympia-Abfahrt die Show gestohlen. Mit Startnummer 30 fuhr der 24-Jährige im zweiten Training auf der Grizzly-Abfahrt überraschend Bestzeit und verdrängte in 1:39,84 Minuten sechs Österreicher von der Spitze. Hinter Dalcin folgten Fritz Strobl (1:39,93) und Stephan Eberharter (1:40,15). Das prominenteste Opfer der österreichischen Ausscheidung war Weltmeister Hannes Trinkl. Der 33-Jährige musste sich mit mit Platz zwölf begnügen.

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