Sport : Was läuft

Halber Liter Blut abgepumpt

Der russische Biathlet Pawel Rostowzew hat nach seinem verpatzten Rennen über 20 Kilometer die Blutentnahme für die Dopingprobe kritisiert. "Sie haben mir fast einen halben Liter Blut abgepumpt, das musste sich auf mein Rennen auswirken", sagte der mitfavorisierte Rostowzew. Eineinhalb Stunden vor dem Start sei "wenig professionell mit einer Nadel herumgestochert und dabei eine Ader durchstochen" worden, beklagte Rostowzew, der Fünfter wurde.

Kniefraktur der Freestyle-Favoritin

Für Australiens Freestyle-Star Jacqui Cooper sind die Spiele vorzeitig beendet. Die dreimalige Weltmeisterin im Springen zog sich im Training eine Kniefraktur zu und muss schon wie vier Jahre zuvor in Nagano ihre Gold-Träume begraben. Damals war die heute 29-Jährige nach einem Sturz in der ersten Runde ausgeschieden.

Uri Geller hilft

Mit Hilfe des Parapsychologen Uri Geller hat sich der österreichische Eisschnellläufer Marnix ten Kortenaar auf die Spiele vorbereitet. Der gebürtige Niederländer erhoffte sich von der Unterstützung durch den Israeli, der vor Jahrzehnten im Fernsehen durch das Verbiegen von Löffeln allein durch Vorstellungskraft bekannt wurde, eine größere mentale Stärke.

Rauchen auf dem Katzenklo

In Provo City, eine Autostunde südlich von Salt Lake City, herrschen strenge Sitten. Der Bürgermeister hat für die Dauer der Spiele ein Tanzverbot verordnet, und die ohnehin schon arg gebeutelten Raucher werden noch mehr als anderswo auf Entzug gesetzt. In der Raucherzone kommt man sich vor wie auf einem Katzenklo. Der Griff zum Glimmstängel ist nur in einem eingezäunten, fünfmal fünf Meter großen Areal erlaubt, das mit einer Art Katzenstreu belegt ist.

Funken auf CIA-Frequenz

Massive Störungen im Funkverkehr haben in den ersten Tagen für Verwirrung bei der CIA gesorgt. Nach Angaben des NOK für Deutschland funkten einige Trainer an den Pisten und Bahnen auf der Frequenz des US-Geheimdienstes. Die CIA wusste mit den Anweisungen der Betreuer "aus naheliegenden Gründen wenig anzufangen", berichtete das NOK.

Vom Turner zum Rodler

Seinen ersten Anlauf machte er als Turner, aber das Ticket zu den Olympischen Spielen blieb Werner Hoeger verwehrt. 34 Jahre später hat er die Teilnahme geschafft - diesmal aber als Rodler. Und in Gesellschaft von Sohn Christopher. Vater und Sohn Hoeger gingen für Venezuela ins Rennen. Der 48-jährige Werner Hoeger erreichte Platz 40, der 17-jährige Christopher Rang 31.

Hackordnung

Ein schlechter Scherz hat den Olympia-Mitarbeiter Laurie Odekirk die Akkreditierung gekostet. Im Auto des 62-Jährigen war eine Machete gefunden worden. Odekirks scherzhafter Erklärungsversuch, die Waffe zum Zerhacken von Leuten zu benötigen, kam schlecht an.

Rau kommt mit 43 Begleitern

Der Bundespräsident kommt zur Schlussfeier und bringt seinen engeren Kreis mit. Insgesamt 43 Personen begleiten Johannes Rau und Gattin Christina. Die Sparmaßnahmen schlagen auch in der hohen Politik durch: Ursprünglich sollte eine 70-Personen-Delegation anreisen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben