Sport : Was läuft

Untersuchung zu Paarlauf-Ergebnis

Die umstrittene Entscheidung im Paarlaufen mit 5:4-Stimmen zu Gunsten der Russen Elena Bereschnaja und Anton Sicharulidse und gegen die Kanadier Jamie Sale/David Pelletier hat in Salt Lake City einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Vor rund 300 Journalisten musste sich der Präsident der Internationale Eislauf-Union (ISU), Ottavio Cinquanta, rechtfertigen. "Ich weiß nichts von einer Preisrichterabsprache", sagte Cinquanta. Er sicherte eine Untersuchung zu, bei der die neun Preisrichter bei einer Video-Studie das Ergebnis noch einmal begründen müssen. Gold könne den Russen nicht aberkannt werden, sagte Cinquanta, dies sei nur bei einem Dopingvergehen möglich.

Rosen-Verbot für Australier

Aus Angst vor biochemischen Terror-Anschlägen dürfen die australischen Olympiateilnehmer am heutigen Valentinstag keine Rosen außerhalb des Olympischen Dorfes kaufen. Das berichtet die Tageszeitung "Sydney Morning Herald". "Blumen werden mit Wasser und Parfüm in Sprayform behandelt. Auf diese Weise könnten biologische Erreger verteilt werden", wird Bob Myers, Sicherheitschef im australischen Team, zitiert.

Begehrte Wahrsagerin

Als eine der größten Attraktionen im Olympischen Dorf hat sich die 54-jährige Donna McCue entpuppt. Sie ist Wahrsagerin für Prominente und bietet den Sportlern ihre Dienste zum Nulltarif an. 60 von ihnen haben von dem Angebot Gebrauch gemacht, dabei aber nichts über ihre Medaillenchancen erfahren. Dazu will McCue nichts sagen. "Ich will nichts tun, was sich negativ auf ihre Leistung auswirken könnte", sagt sie.

Milzbrand-Alarm haltlos

Ein Milzbrand-Alarm auf dem Flughafen von Salt Lake City erwies sich als haltlos. Ein Gerät hatte Anthrax in der Luft angezeigt. Nach zwei zunächst positiven Schnelltests wurde die entdeckte Substanz in einem Labor viermal negativ getestet.

Niemann setzt nicht auf Friesinger

Rekordweltmeisterin Gunda Niemann- Stirnemann glaubt nicht, dass Anni Friesinger bei den Eisschnelllauf-Wettbewerben der Olympischen Winterspiele von Salt Lake City noch Gold holt. 1994 sei sie selbst in der gleichen Situation gewesen: Sie war auch Top-Favoritin über drei Strecken. Doch gleich zum Auftakt stürzte sie über 3000 m. Danach holte sie noch zwei Mal Silber. "Nach der ersten bitteren Niederlage fehlt dir die körperliche Lockerheit."

Leitner/Resch fahren Bestzeit

Die Rodler Patric Leitner und Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) sind im vorletzten Olympia-Training der Doppelsitzer Bestzeit gefahren. Im zweiten Durchgang rasten die Weltmeister in 43,210 Sekunden zu Tal und lagen damit 0,103 Sekunden vor ihren Erzrivalen Mark Grimmette/Brian Martin. Im ersten Durchgang waren die US-Amerikaner 0,109 Sekunden schneller als die Deutschen gewesen. Über Gold wird am Freitag entschieden.

Deutsche Curler siegen weiter

Deutschlands Curler sorgen in Salt Lake City weiter für Furore. Das Team um Skip Sebastian Stock gewann gegen Gastgeber USA im Ice Sheet von Ogden 9:8 und war neben Goldfavorit Kanada nach drei Partien einziges ungeschlagenes Team. Die USA kassierten dagegen ebenso ihre erste Niederlage wie Nagano-Sieger Schweiz beim 5:6 gegen Finnland.

Münze für Medaillengewinner

Alle deutschen Medaillengewinner bei den Winterspielen erhalten vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) eine Gedenkmünze. Das kunstvoll gefasste Ein-Dollar-Stück hat einen Wert von 100 Mark.

Anregungen für Fußball-WM

Ein Beobachter der ersten Olympia-Tage war Fedor Radmann. Der Vizepräsident des Organisationskomitees für die Fußball-WM 2006 hat "eine Reihe von tollen Anregungen" aus der Eröffnungsveranstaltung mit zurück nach Deutschland genommen. Am meisten hat ihn die Freundlichkeit der freiwilligen Helfer beeindruckt. Radmann plant schon jetzt die WM-Eröffnung, die zum ersten Mal einen Tag vor dem Auftaktspiel abgehalten werden soll.

Rekorde der anderen Art

Bei den Rodlerinnen in Salt Lake City gehörten sie zwar zu den langsamsten - aber Rekorde stellten Anne Abernathy und Dinah Browne bei den Spielen trotzdem auf. Abernathy ist mit 48 Jahren die älteste Teilnehmerin, Browne ist die erste schwarze Rodlerin in der Geschichte der Spiele. Beide sind für die US-Jungferninseln am Start, Abernathy ist zum fünften Mal bei Olympia dabei.

Fingerkuppe verloren

Ein Bahnarbeiter an der Kunsteisbahn in Park City hat am Dienstag die Kuppe des rechten Zeigefinger verloren. Der Unfall passierte beim Versuch, den unbemannt rückwärts die Bahn hinunter rutschenden Schlitten der gestürzten Venezolanerin Iginia Boccalandro zu stoppen. Der 49-Jährige wurde nach der Erstversorgung an der Bahn ins Krankenhaus von Salt Lake City eingeliefert.

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