Sport : Was läuft

Nächste Pleite für Snowboarder

Die Pleitenserie der deutschen Snowboarder hält an. Nach den enttäuschenden Ergebnissen in der Halfpipe gelang auch im Parallel-Riesenslalom nicht der erhoffte Aufschwung. Die als Medaillenkandidatin gehandelte Heidi Renoth (Rosenheim) schied bereits im Vorlauf als 21. aus, so dass Katharina Himmler (München) als Elfte als einzige Deutsche im heutigen Finale steht. DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller hatte nach der Enttäuschung in der Halfpipe sogar mit Konsequenzen und der Streichung von Fördermitteln gedroht.

Lange Pause für Jörg Mayr

Nationalspieler Jörg Mayr wird den Kölner Haien zumindest bis zu Beginn der Play-off-Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht zur Verfügung stehen. "In den nächsten vier Wochen spielt sich erst einmal überhaupt nichts ab", sagte Mannschaftsarzt Andreas Dröger. Mayr war am Montag aus dem Krankenhaus in Salt Lake City entlassen worden. Der Verteidiger musste am Kiefer operiert werden, nachdem er im Auftaktspiel des olympischen Turniers gegen die Slowakei (3:0) einen Puck ins Gesicht bekommen hatte.

Rücktritt bei Wahlen für IOC

Bei der Wahl von vier Athleten-Vertretern für das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist es zu einem Eklat gekommen. Das IOC-Mitglied Liston Bochette aus Puerto Rico ist nach Übertretungen der Regeln als einer von elf Kandidaten zurückgetreten. Das italienische IOC-Mitglied Manuela di Centa, bis 1998 eine der weltbesten Skilangläuferinnen, erhielt vom IOC eine Verwarnung. Bochette wird vorgeworfen, ein von ihm gestaltetes Selbstbildnis als Poster verteilt zu haben. Für di Centa hatte der italienische Chef de Mission in einem Brief an seine Kollegen geworben. Beides ist untersagt.

Irans Team freundlich empfangen

US-Präsident Bush hatte kürzlich neben dem Irak und Nordkorea auch Iran zur "Achse des Bösen" gezählt, doch die Olympia-Delegation aus dem Golfstaat wird in Salt Lake City freundlich behandelt. "Wir werden respektvoll und herzlich behandelt", sagt Eisa Saveh Shensaki, Präsident des iranischen Skiverbandes, nach fünf Tagen. "Es ist eine wundervolle Erfahrung. Die amerikanischen Bürger sind sehr nett zu uns."

Olympia im Fernsehen vor Fußball

Olympia hat das Fern- und Fernseh-Duell mit Fußball deutlich gewonnen. Am Mittwoch verfolgten bis zu 13,73 Millionen Zuschauer in der ARD das Skispringen mit Sven Hannawald. Im Durchschnitt erreichte der zweite Durchgang von der Großschanze 11,48 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 41,1 Prozent. Den 7:1-Sieg des DFB-Teams gegen Israel verfolgten am Abend 7,21 Millionen Fußballfans im ZDF. Der Marktanteil lag bei 22,4 Prozent.

Sturzfestival beim Bob-Training

Beim ersten Bob-Training auf der Kunsteisbahn in Park City hagelte es Kritik am Weltverband FIBT. Nach heftigen Diskussionen um den Start des lettischen Piloten Sandis Prusis, der nach einer nur dreimonatigen Doping-Sperre an den Winterspielen teilnehmen darf, monierten Trainer und Athleten der Spitzenverbände die Zulassung von 38 Zweierbobs aus 28 Nationen. Wegen zahlreicher Stürze wurde aus dem Auftakttraining eine Nachtveranstaltung von knapp fünf Stunden Länge.

Preissenkungen auf dem Parkplatz

Bei den öffentlichen Parkplätzen in Salt Lake City hat es einen regelrechten Preissturz gegeben. Während die Anbieter in den ersten Tagen der Winterspiele pro Tag noch bis zu 50 Dollar für einen Stellplatz verlangten, werden inzwischen nur noch 5 bis 10 Dollar berechnet.

45 Minuten für einen Hot Dog

Für die Besucher der Winterspiele hat sich das Warten zur olympischen Disziplin entwickelt. In Snowbasin, wo die alpinen Skirennläufer ihre Rennen austragen, dauert es bis zu 45 Minuten, bis man am Imbiss-Stand einen Hot Dog bestellen kann. Bis zum Mittwochabend waren insgesamt bereits 400 000 Hot Dogs an den Wettkampfstätten verzehrt worden - diese Zahl war für die Gesamtdauer der Olympischen Spiele veranschlagt worden.

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