Sport : Was passiert, wenn ein Notfall eintritt?

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Die Stiftung Warentest hat acht Sicherheitsrisiken in Stadien geprüft. Grundlage war ein Modell eines Panik-Ablaufs , erstellt auch auf Grundlage der geltenden Bauverordnungen. Dabei wurde das Strömungsstau-Risiko untersucht, also die Möglichkeit einer leichten Flucht über breite Treppen und durch Tore . Unter dem Punkt „Staudruck-Risiko“ wurden hohe Mauern oder tiefe Gräben zwischen Rängen und Spielfeld vermessen, die Barrieren bei einer Flucht sind. Weitere Untersuchungsgegenstände waren die Orientierung im Stadion , etwa durch gut sichtbare Schilder sowie Stolperfallen . Dabei wurde etwa die Tiefe der Stufen gemessen. Die Musterverordnung sieht hier etwa eine Stufentiefe von 26 Zentimetern vor, in Frankfurt am Main haben aber 66 Stufen nur eine Tiefe von jeweils 22 Zentimetern, was bei Flüchtenden zu Stürzen führen kann. Ebenfalls untersucht wurde das Risiko, ob lose Sitzschalen oder Gullydeckel als Waffen benutzt werden können. Hier schnitten fast alle Stadien gut ab. Für den Brandschutz zählte die Stiftung nicht nur die Rauchmelder, sondern kontrollierte auch Sprinkleranlagen, Feuerwehrzufahrten und potenzielle Brandherde wie die Gastronomie in den Vip-Bereichen. Abschließend wurden organisatorische Sicherheitsanforderungen überprüft, wie die vorhandenen Notfallpläne der Stadien und ob die Lautsprecher überall zu hören sind. Für ihre Untersuchungen waren die Tester laut eigener Aussage sechs bis acht Stunden in den Stadien. Dabei waren ein Brandschutzexperte und zwei Tester anwesend, teilweise begleitet von den lokalen Baubehörden und Abgesandten des WM-Organisationskomitees. ide

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