Sport : Was sonst noch im Wintersport geschah

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Berlin - Drei Starts, drei Siege – Anni Friesinger ragte aus der ohnehin erfreulichen deutschen Wintersportbilanz des Wochenendes noch heraus. Es gibt zurzeit wohl keine Eisschnellläuferin , die ihr Können so ausgewogen einsetzt. Auf der längeren Strecke siegt sie wie auf der Sprintdistanz. Beim Weltcup in Turin hatte sie schon die Wettbewerbe über 1500 Meter und 3000 Meter gewonnen, ehe sie am Sonntag auch über 1000 Meter siegte. „Ich habe diese Bahn glänzend eingeweiht. Natürlich tut es sehr gut, an dieser Stelle zu siegen“, sagte die 28-Jährige über ihren Auftritt auf der Bahn der nächsten Olympischen Winterspiele. „Die Bahn liegt mir, aber bei Olympia werden wir viel schnelleres Eis erleben.“

Nicht zu schlagen waren auch die deutschen Biathleten beim Weltcup in Hochfilzen. In der 4x7,5-km-Staffel feierten sie ihren ersten Staffel-Sieg seit dem WM-Titel vor 22 Monaten in Oberhof. Ricco Groß aus Ruhpolding, die beiden Oberhofer Alexander Wolf und Sven Fischer sowie der überragende Schlussläufer Michael Greis aus Nesselwang gewannen vor Russland und Frankreich. Bundestrainer Frank Ullrich freute sich über den unerwarteten Erfolg, „denn mit einer Strafrunde haben wir noch nie eine Staffel gewonnen“. Der erste Platz veranlasste den Bundestrainer zu einem euphorischen Zwischenfazit: „Unsere zweijährigen Bemühungen, zu den läuferisch überragenden Norwegern aufzuschließen haben sich ausgezahlt. Wir sind jetzt auf Augenhöhe mit ihnen und können andere läuferisch in Zugzwang bringen.“

Die Bilanz der Skispringer bei ihrem Weltcup im tschechischen Harrachov fiel dagegen zwiespältig aus. Während Michael Uhrmann am Sonntag 24 Stunden nach seinem zweiten Platz als Neunter wieder in die Top Ten sprang, setzte Martin Schmitt seine Talfahrt im Riesengebirge fort. Nach dem Ausscheiden in der Qualifikation am Sonnabend reichte es im zweiten Wettkampf am Sonntag nur zu Rang 41. „Er hat einen Schritt zurück gemacht. Irgendwann müssen wir das auf die Reihe kriegen“, sagte Bundestrainer Peter Rohwein. dpa

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