Sport : Waske mit Erfolgserlebnis zu den French Open

Benedikt Voigt

Berlin - Um drei Uhr morgens lieferte eine Fahrerin des Rochusclub Alexander Waske, Nicolas Kiefer und dessen Trainer in einem Pariser Hotel ab. Sechs Stunden hatten sie für die Fahrt von Düsseldorf in Frankreichs Hauptstadt benötigt, genügend Zeit für die Tennisprofis, um die Ereignisse beim World-Team-Cup, bei dem das deutsche Team im Finale gegen Kroatien verlor (1:2), gedanklich zu verarbeiten. „Wir haben das Optimum herausgeholt“, sagt Alexander Waske, „ich nehme ein gutes Gefühl nach Paris mit.“

Ab heute wird er sich mit elf deutschen Tennisprofis auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres konzentrieren. Waske beginnt allerdings erst am Dienstag gegen den Spanier Fernando Vicente. „Ich habe bisher zweimal gegen ihn verloren“, sagt Waske, „ich werde alles tun, um das Ding diesmal zu gewinnen.“ Für vier andere Deutsche beginnen die French Open schon heute. Nicolas Kiefer, an Nummer 13 gesetzt, startet um elf Uhr gegen den Österreicher Jürgen Melzer. Philipp Kohlschreiber tritt gegen den Österreicher Oliver Marach an, Martina Müller trifft auf die Italienerin Nathalie Vierin und Florian Mayer auf den italienischen Qualifikanten Stefano Galvani. Über die Qualifikation erreichten Dieter Kindlmann und Sandra Klösel das Hauptfeld.

Lospech hatten Rainer Schüttler und Thomas Haas, die bereits am Dienstag in Runde eins aufeinander treffen. Haas hatte zuletzt in Hamburg wegen einer Allergie aufgegeben und trat auch beim World-Team-Cup nicht an. Er konnte somit nicht mitwirken, als das deutsche Team überraschend ins Endspiel vorstieß. „Wir haben dreimal mit 2:1 gewonnen“, sagt Waske, „damit haben nur die wenigsten gerechnet – im Gegensatz zu uns.“ Der Doppelspezialist hatte erst am Samstagmorgen von seinem Einsatz gegen Ivo Karlovic erfahren. Er verlor 6:7, 4:6. „Ich hatte genug Zeit, mich auf das Match vorzubereiten“, sagt Waske, „das war nicht der Grund für die Niederlage.“

Eine andere Art von Niederlage hat Waske bei seinem Versuch einstecken müssen, den Fußballer Mehmet Scholl in den deutschen WM-Kader zu bringen. Mit seinen Tenniskollegen Kiefer und Kohlschreiber hatte er verabredet, dieses Anliegen in jedem Interview unterzubringen. Es half nicht. „Der Jürgen Klinsmann macht doch sowieso, was er will“, sagt Waske.

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