Sport : Wasserball: Cannstatt macht weiter

Karsten Doneck

Berlin - Dieter Junger macht derzeit Urlaub in Tirol. Bevor er abreiste, klärte der Präsident des Deutschen Wasserball- Meisters SV Cannstatt noch eine wichtige Frage. „Wir werden uns nicht aus der Wasserball-Bundesliga abmelden“, sagte Junger. Eigentlich hatten sich die Cannstätter für die nächste Saison in die Oberliga Baden-Württemberg verabschieden wollen. Ihnen fehlte das Geld, um weiter Bundesliga-Wasserball finanzieren zu können. 150 000 Euro wären vonnöten gewesen, doch diese Summe konnte der Verein nicht auftreiben. Bis heute nicht.

Trotzdem wird der Verein weiter Erstliga-Wasserball spielen. „Kleinvieh macht eben auch Mist“, hofft Junger darauf, anstatt eines Großinvestors viele kleinere Sponsoren auftreiben zu können. Konkret ist allerdings noch nichts. „Wir sind in Gesprächen“, sagt Junger und kann weder Auskunft über die künftige Etathöhe noch über das neue Gesicht der Mannschaft geben, geschweige denn über die Zielsetzungen. Als Minimum ist ein Etat von 40 000 Euro erforderlich. Nach Aussage des Präsidenten steht einzig und allein fest: „Wir werden im ganz, ganz großen Stil abspecken müssen.“

Spielerabgänge lassen sich nicht vermeiden. Cannstatts Nationalspieler Moritz Oeler hat sich bereits für einen Wechsel zu den Wasserfreunden Spandau 04 entschieden. Vielleicht gelingt es aber zumindest, Trainer Andras Feher in Cannstatt zu halten. Dessen Vertrag läuft noch bis Dezember 2006. Ob aber Feher Lust verspürt, nach dem Gewinn der Meisterschaft nun überwiegend mit Nachwuchsspielern gegen den Abstieg zu spielen, ist höchst ungewiss.

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