Wasserball : Deutschland EM-Sechster

Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft hat bei der EM das Spiel um Platz fünf verloren. Trainer Hagen Stamm sieht im Hinblick auf die Olympischen Spiele noch Steigerungsmöglichkeiten.

BerlinEine Kleinigkeit störte Hagen Stamm dann doch. „Italien hätte ich gerne geschlagen“, sagte der Wasserball-Bundestrainer. Bei der Europameisterschaft in Malaga unterlag sein Team Italien gestern im Spiel um Platz fünf 7:9 (2:3, 2:2, 2:2, 1:2). Insgesamt war Stamm aber mit dem Verlauf des Turniers zufrieden. „Es war klar, dass wir mit den stärksten vier Mannschaften nicht mithalten können“, sagte er. Das Finale zwischen Serbien und Montenegro war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet. Bei den Frauen setzte sich Russland am späten Samstagabend 9:8 gegen Spanien durch.

Deutschlands Trainer Stamm sieht im Hinblick auf die Olympischen Spiele noch Steigerungsmöglichkeiten. „Eigentlich ist diese EM ungünstig angesetzt, vier Wochen vor Peking“, sagte der 48 Jahre alte Berliner. „Meine Spieler hatten die Handbremse vielleicht noch ein bisschen angezogen. Wenn sie die jetzt lösen, kann es richtig gut laufen.“ Der Trainer will in Peking eine ähnlich gute Platzierung wie bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen erreichen, als seine Mannschaft überraschend Fünfter wurde.

Sechs Tage nach dem enttäuschenden 6:12 in der Vorrunde gegen die Italiener zeigte sich die deutsche Auswahl gestern verbessert, scheiterte aber erneut an ihren Schwächen im Überzahlspiel. Bester deutscher Torschütze war der Esslinger Heiko Nossek mit drei Treffern. Die weiteren Tore gegen Italien erzielten Steffen Dierolf, Julian Real, Marc Politze und Thomas Schertwitis. ist

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