Sport : Wasserball: Mit Lust und Ehrgeiz aus dem Keller

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Ungeschlagen nach Budapest - der Traum von Hagen Stamm ist wahr geworden. Nach einem 10:7 (3:1, 3:0, 2:2, 2:4) gegen Polen, dem dritten Sieg im dritten Spiel der EM-Qualifikation in der Schöneberger Schwimmhalle, ist der Honorar-Bundestrainer mit seinen "hungrigen Jungs" wieder aus den Niederungen des internationalen Wasserballs heraus. "Jetzt bekommen wir auf jeden Fall einen Gruppenzweiten zugelöst", sagte jener 40-Jährige mit großer Erleichterung, den Kapitän Patrick Weissinger als den "richtigen Mann zum richtigen Zeitpunkt" bezeichnete. 23,3 Jahre im Durchschnitt alt ist Stamms Auswahl, die er anschließend über alle Maßen lobte: "Alle haben Lust am Spiel, jede Menge Ehrgeiz und mit den ersten Erfolgen wuchs auch spürbar das Selbstbewusstsein."

Die Handschrift von Stamm, der das Amt erst im September 2000 übernahm und nach der Saison wieder abgeben wird, war deutlich zu erkennen. "Es ist gelungen, nach Jahren der Stagnation wieder einen Schritt nach vorne zu machen und das angeschlagene Renommee des Männerwasserballs etwas aufzubessern", meinte der Rekordnationalspieler nach dem fünften Sieg im sechsten Spiel unter seiner Regie.

Ein Acht-Länder-Turnier in Nizza sowie ein Lehrgang gemeinsam mit Russland sollen als EM-Vorbereitung dienen. Rang neun in Budapest würde zur Teilnahme bei der WM in Fukuoka - einige Wochen nach der EM - berechtigen. Doch die Qualifikation dafür wird laut Stamm nicht nur aus sportlicher Sicht schwer. Bis zu 100 000 Mark würde eine WM-Teilnahme den Schwimmverband kosten. "Notfalls schlafen wir im Zelt am Strand", meinte Stamm.

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