Sport : Wasserball: Spandau wird Außenseiter

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Berlin - Die kommende Saison in der Wasserball-Bundesliga, die für Spandau 04 am Samstag beginnt, sollte für die Wasserfreunde eigentlich unter dem Motto stehen: Es kann nur besser werden. Doch nach einer wenig befriedigenden vergangenen Spielzeit steht aktuell sogar diese demütige Zielsetzung in Frage. In der Vorrunde der Champions League verloren die Berliner zuletzt drei Mal in Serie, unter anderem im Wasserball-Niemandsland Türkei 7:10 gegen Galatasaray Istanbul. Vor zwei Jahren wurde Istanbul noch locker 10:3 geschlagen.

Allzu viel Freude hatte der Deutsche Rekordmeister zuletzt nicht. Zwar gab es letzte Saison national das 27. Double aus Meisterschaft und Pokal, international scheiterte man jedoch früh in der Champions League. Zudem vergeigte die deutsche Nationalmannschaft mit einem halben Dutzend 04-Spielern die Qualifikation für Olympia in London. Und zu guter Letzt: Hauptsponsor Vattenfall zog sich zurück, der Etat verringerte sich dadurch um ein Drittel (150 000 Euro).

„Wir sind kein Favorit auf den Meistertitel“, sagt Spandaus Präsident und ehemaliger Bundestrainer Hagen Stamm, der im Sommer den Abgang von vier deutschen Nationalspielern zu beklagen hatte. Doch zumindest konnte Weltklassekeeper Alexander Tchigir, der am 6. November 44 Jahre alt wird, zu einer erneuten Karriereverlängerung überredet werden.

Am Samstag (Schwimmhalle Schöneberg, 16 Uhr) treten die Wasserfreunde nun zum Saisonstart gegen den SV Cannstatt an. Dieses Duell hat es schon einmal gegeben, 2006 im Best-of-five-Finale um den Titel. Damals entthronten die Schwaben die Spandauer mit 3:2-Siegen. Für das anstehende Duell sind die Spandauer aber siegesgewiss. „Der erste Saisonsieg ist Pflicht“, sagt Manager Peter Röhler, der mit Spandau als Torwart, Trainer und Manager alle 75 nationalen und internationalen Titel mitgewonnen hat.Klaus Weise

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