Sport : Wasserfreunde Spandau 04: Grob, aber die Schläge blieben aus

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Ginge es nach Alexander Elke, dann gehören die Wasserfreunde Spandau 04 ab dem kommenden Sonnabend wieder zu Europas Elite im Wasserball. Dann werden die Berliner in der Qualifikation zur Champions League auf den Gastgeber Real Canoe Madrid treffen, bei dem der Kasache zwei Jahre selbst gespielt hatte. "Wenn er seinen Teamkollegen erzählt, dass diese Mannschaft zu bezwingen ist, dann verfehlt das seine Wirkung nicht", sagt Spandaus Trainer Peter Röhle vor dem wichtigsten Auftritt seiner Männer in der noch jungen Saison. Zwar werden sie in der spanischen Metropole bereits am Freitag gegen Cupverteidiger VK Bejce antreten (Röhle: "Wenn ich merke, dass wir keine Chance haben, werde ich zurückstecken"), aber um den alles entscheidenden Platz wird es gegen die Spanier gehen. "Wenn wir die besiegen, dann lassen wir uns die Chance am Sonntag gegen den belgischen Außenseiter aus Mouscronnois garantiert nicht mehr entgehen", meint Röhle selbstbewusst.

Auf Video hat er sich Madrid verinnerlicht: "Sie spielen eine kompromisslose Pressdeckung, sind schnell und damit auf Konter aus." Darauf versuchte Röhle das Training total auszurichten, was dann vor der Abreise noch wettkampfmäßig in einem Testspiel gegen den Bundesliga-Kontrahenten SG Neukölln geprobt wurde. Während sich das Spandauer Stammaufgebot (Tschigir, Andruszkiewicz, Noerbaek, Elke, Schertwitis, Weissinger, Pohlmann) in stark verbesserter Form präsentierte, wollte Röhle seine Talente noch einmal genau beobachten. Fünf nominierte er schließlich für den Flug nach Madrid (Schlotterbeck, Wieder, Grotzki, Jochem. Kirsch).

Ihnen kam im Training vor allem der Part zu, den Stammspielern aggressiv zu begegnen. "Brutal und grob", habe ich ihnen gesagt, aber ohne zu schlagen", betont Röhle, der mit dem Ergebnis "sehr zufrieden" war. Gegen Madrid dürfte dann die dritte Komponente von allein hinzukommen.

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