WEC Langstrecken-WM : Porsche gewinnt auch in Austin

Die Siegesserie von Porsche bei der der Langstrecken-WM (WEC) geht auch in Austin weiter - trotz einiger Probleme.

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Das Siegerauto des Porsche-Teams Webber/Bernhard/Hardley beim Rennin in Austin/Texas.
Das Siegerauto des Porsche-Teams Webber/Bernhard/Hardley beim Rennin in Austin/Texas.Foto: Porsche/Tap

Nach diesem Fauxpas sagte Mark Webber nur kurz und knapp: „No excuse.“ Das Porsche-Team war bereit für den Fahrerwechsel mit Webbers Teamkollegen Timo Bernhard. Doch der ehemalige Formel-1-Pilot fuhr einige Meter an seiner Box vorbei, so dass Mechaniker den Boliden wieder zurückschieben mussten. Rennentscheidend war dieser Ausrutscher für das Porsche-Auto mit Webber, Bernhard und Brendon Harley beim fünften Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft am Sonnabend im texanischen Austin aber nicht: Porsche setzte die Siegesserie nach den Doppelsiegen beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans und Ende August beim Sechs-Stunden-Rennen am Nürburgring fort.

Der Circuit of the Americas (COTA) in Austin ist ein 5,5 Kilometer langer Rundkurs, der 2012 fertiggestellt wurde. Dort werden unter anderem der Große Preis der USA – ein Rennen der Formel 1 – und ein Lauf der Motorrad-WM ausgetragen. In der Langstrecken-WM, die World Endurance Championship (WEC) ist es das fünfte von insgesamt acht Rennen. Die Bedingungen in diesem Jahr waren sowohl für die Fahrer als auch für die Autos schwierig: Der Sommer in Texas ist in diesem Jahr besonders heiß. Bei einer Lufttemperatur von 35 Grad und gemessenen Asphalttemperaturen von bis zu 60 Grad Celsius startete das Rennen am Samstagnachmittag 17 Uhr Ortszeit.

Lange Zeit blieb die Reihenfolge der Teams unverändert: zwei Porsche 919 Hybrid vor zwei Audi R 18 e-tron quattro, die vor zwei Toyota TS 040 Hybrid lagen. Bis zur Halbzeit führte das Porsche-Team Webber, Hartley, Bernhard vor ihren Teamkollegen Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb. Dann setzte Mike Conway seinen Toyota in die Leitplanke und schied aus. Die Piloten der beiden Audi-Teams kamen an die Zeiten der zwei Porsche-Teams nicht heran.

Im nächsten Jahr soll es neun Rennen der WEC geben

Die Führung bei Porsche übernahm das Team um Dumas, Jani und Lieb, nachdem ihre Teamkollegen eine Strafzeit absitzen mussten: Es hatten während eines Boxenstopps entgegen des Reglements zu viele Mechaniker an dem Auto gearbeitet. Doch eine halbe Stunde vor Rennende musste der bis dahin in Führung liegende Porsche von Dumas, Jani und Lieb aufgrund von Problemen an der Elektronik in die Box und konnte auch nicht mehr repariert werden. So übernahm der andere Porsche wieder die Führung bis zum Schluss und siegte vor den beiden Audi-Teams und dem verbliebenen Toyota-Team.  

Wer die WEC-WM in diesem Jahr gewinnt, ist nach fünf Rennen offen. Porsche führt in der Mannschaftswertung, das Audi-Team André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer in der Fahrerwertung. Weitere Rennen stehen noch in Fuji, Shanghai und Bahrain an. Die WEC 2016 soll auf neun Rennen erweitert werden. Demnach wird der Renn-Zirkus auch in Mexiko-Stadt gastieren. Bei den Herstellern hörte man in Austin keine große Begeisterung für ein weiteres Rennen heraus. Doch offenbar locken die Verantwortlichen in Mexiko mit Geld, damit die WEC den Teams eine preisgünstigere Reise nach Mexiko zusichern kann.

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