Wechsel nach Köln : Beckenbauer: Podolski hat zu früh aufgegeben

Das verbale Nachtreten gegen Lukas Podolski geht in eine neue Runde. Nun meldet sich Bayern-Vorstand Franz Beckenbauer zu Wort, der dem Nationalstürmer zwar Talent, aber auch mangelnden Durchsetzungswillen bescheinigt.

Beckenbauer
Franz Beckenbauer kann der Finanzkrise auch positive Seiten abgewinnen. -Foto: dpa

MünchenBayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer bedauert die offenbar bevorstehende Rückkehr von Lukas Podolski zum 1. FC Köln. "Er wollte halt unbedingt zurück nach Köln, obwohl er nicht nur vom HSV umworben wurde. Ich bedauere, dass er uns verlässt. Ich denke, er hat vielleicht zu früh bei den Bayern aufgegeben. Vielleicht hätte er sich doch noch durchgesetzt. Das nötige Talent hat er", sagte Beckenbauer dem "Hamburger Abendblatt".

Der Aufsichtsratschef des deutschen Meisters sieht derweil die globale Finanzkrise als Chance, die Höhe der Investitionen in Spieler zu drosseln. "Es ist doch ein Wahnsinn, was da in den letzten Jahren abgelaufen ist. Für Durchschnittsspieler wurden irrwitzige Ablösesummen und Gehälter bezahlt. Geld spielte keine Rolle mehr, weil sich milliardenschwere Klubeigner alles leisten konnten. Wenn sich das alles wieder auf ein Normalmaß einspielen sollte, würde ich das sehr begrüßen", betonte Beckenbauer.

In dieser Woche hatte bereits Fifa-Präsident Joseph Blatter die Finanzkrise als eine "Herausforderung" bezeichnet und sich gewünscht: "Alle müssen sich wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, auf die sozialen Ziele und die Identität der eigenen Wurzeln." (jvo/dpa)

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