Wechselpläne : Lincoln für Schalke noch nicht verloren

Nach Auskunft von Schalkes neuem Präsidenten Schnusenberg ist noch immer offen, ob Lincoln künftig in der Bundesliga oder für Galatasaray Istanbul spielt. Offenbar konnten sich die Vereine nicht auf eine Ablösesumme einigen.

Jörg Vogler
Lincoln
Geht er oder bleibt er? Schalkes Lincoln. -Foto: ddp

GelsenkirchenDer Wechsel von Schalke-Spielmacher Lincoln zu Galatasaray Istanbul ist offenbar keineswegs in trockenen Tüchern. Der neue Präsident der Schalker, Josef Schnusenberg, erklärte in einem "Sport1.de"-Interview, er habe noch keine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. "Wir hatten mit Galatasaray am Freitag das letzte Gespräch, seitdem habe ich nichts mehr gehört," so Schnusenberg. Auf Anfrage des sid äußerte sich Schalke-Manager Andreas Müller ähnlich und fügte hinzu: "Wir wissen nicht, ob sie bereit sind, ihr Angebot zu erhöhen". Dagegen hatten mehrere türkische Medien zuvor berichtet, dass sich der Klub des deutschen Trainers Karl Heinz Feldkamp mit Schalke auf eine Ablöse von fünf Millionen Euro verständigt habe. Müller: "Das kann ich nicht bestätigen."

Zu der Neuordnung des eigenen Kaders erklärte Schnusenberg, es seien keine großen Transfers geplant. "Unsere Ausgaben werden sich in der Größenordnung von vier bis fünf Millionen bewegen," so der neue starke Mann auf Schalke.

Sollte Lincoln allerdings doch den Klub verlassen, könne die "erkleckliche Ablösesumme" in Neuzugänge investiert werden. Besonderes Interesse gilt dabei offenbar Ivan Rakitic vom FC Basel, der "auch ohne den Transfererlös von Lincoln ein Thema" sei, bekundet Schnusenberg gegenüber "Sport1.de". Dabei gelte es aber weiterhin, den enormen Schuldenberg abzubauen - vorausgesetzt, der sportliche Erfolg bleibt nicht aus. Ein Szenario wie in Dortmund, das nach der verpassten Champions-League-Qualifikation 2003 finanziell ins Schlingern geriet, hält Schnusenberg aber nicht für möglich.

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