Wegen Geschwindigkeitsüberschreitung : Michael Ballack in Spanien verurteilt

Michael Ballack ist in Spanien wegen Überschreitung des Tempolimits auf einer Autobahn zu einer Geldstrafe und dem Entzug der Fahrerlaubnis für anderthalb Jahre verurteilt worden. Er soll mit über 200 km/h unterwegs gewesen sein.

Vier? Nein, 200 km/h soll Michael Ballack in Spanien gefahren sein. In jedem so schnell, dass er dort nun vorerst nicht mehr fahren darf.
Vier? Nein, 200 km/h soll Michael Ballack in Spanien gefahren sein. In jedem so schnell, dass er dort nun vorerst nicht mehr...Foto: dpa

Nach dem Urteil des Amtsgerichts in Cáceres (Westspanien) muss der Ex-Nationalspieler zudem eine Geldstrafe von 6750 Euro zahlen und die Kosten des Verfahrens tragen. Das Gericht sah es nach der am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung als erwiesen an, dass Ballack am 17. Oktober auf der Autobahn bei der Kleinstadt Trujillo die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer beträchtlich überschritten und damit die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährdet habe.

Nach Auffassung des ADAC hat das Urteil - bei einem deutschen Führerschein - lediglich Konsequenzen in Spanien. Nach Ansicht eines weiteren Rechtsexperten werde nun das spanische Gericht die Unterlagen an die deutsche Botschaft in Madrid schicken, die diese an die zuständige Verkehrsbehörde nach Deutschland weiterleite. Dort werde das Urteil mit den Bestimmungen des deutschen Rechts abgeglichen, wo die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen weniger drastisch als in Spanien seien, betonte der Experte.

Im Prozess in Cáceres hatten zwei Polizisten als Zeugen ausgesagt, dass an einer Radarkontrolle für Ballacks Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 211 km/h gemessen worden sei. Das Gericht ging davon aus, dass bei einer Fehlerquote von drei Prozent der frühere Fußballer wenigstens mit 206 km/h unterwegs gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Entzug der Fahrerlaubnis für zweieinhalb Jahre und eine Geldstrafe von knapp 10 000 Euro
gefordert. Ballacks spanischer Anwalt hatte auf Freispruch plädiert.

Der Ex-Fußballer selbst war bei dem Prozess nicht anwesend. Der 36-Jährige hatte Anfang Oktober offiziell das Ende seiner Profi-Karriere verkündet. (dpa)

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