Sport : Weiter Rätsel um Tod der Skispringerin

Schonach - Der rätselhafte Tod der italienischen Skispringerin Simona Senoner hat den Continentalcup in Schonach überschattet und die noch junge Sportart in einen Schockzustand versetzt. Die 17-jährige Studentin war am Donnerstag von ihrem Trainer Fabian Ebenhoch bewusstlos im Hotelzimmer gefunden worden und am Freitag in der Uniklinik Freiburg aus bisher ungeklärter Ursache gestorben.

Nach Angaben des italienischen Verbandes FISI könnte der Tod „auf eine plötzliche Meningitis zurückzuführen sein“. Alle Personen, die mit Senoner in Kontakt waren, seien bereits vorsorglich gegen Hirnhautentzündung behandelt worden, teilte der Verband mit. Am Montag wird der Leichnam der jungen Sportlerin in Freiburg obduziert.

„Unsere Gedanken sind bei ihr. Der Sport steht heute im Hintergrund“, sagte Deutschlands derzeit beste Springerin Melanie Faißt. Die 20-Jährige kam am Samstag beim Springen, das trotz des Todesfalles ausgetragen wurde, auf den dritten Platz. Die Österreicherin Daniela Iraschko gewann und widmete ihren Sieg der verstorbenen Senoner. „Ich denke, es ist sehr schwierig für uns alle. Ich bin für Simona mitgesprungen. Ich möchte den Angehörigen mein Mitgefühl ausdrücken“, sagte Iraschko. Der Wettbewerb am Sonntag wurde abgesagt – jedoch wegen schlechter Wetterbedingungen.

Die Obduktion soll jetzt Klarheit über die Todesursache bringen. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat die Ermittlungen übernommen und will sich am Montag erstmals zu dem Fall äußern. Bereits am Mittwoch hatte Senoner über leichtes Fieber geklagt. „Wir dachten, es ist eine ganz banale Grippe“, erklärte ihr Bruder Christian. dpa

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