Weiterhin Schmerzen : Training ohne Frings

Torsten Frings konnte am Freitag nicht am Training der Reservisten des deutschen ationalteams teilnehmen. Der Bremer, der wegen einer Rippenverletzung beim 3:2-Sieg im EM-Viertelfinale gegen Portugal gefehlt hatte, wurde von der medizinischen Abteilung des DFB intensiv behandelt.

"Man muss von Tag zu Tag sehen, wie sich die Verletzung beruhigt und ob er in der Lage ist, schnelle Bewegungen zu machen und Zweikämpfe anzunehmen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw zu den Halbfinal-Aussichten von Frings. Während für die Stammspieler im Teamhotel Pflege angesetzt war, trainierten die Reservisten.

"Ich habe die Möglichkeit, nochmal ein Halbfinale zu spielen“, sagte der Mittelfeldakteur, der vor zwei Jahren das WM-Halbfinale gegen Italien wegen einer Sperre verpasst hatte. Ein mögliches Mitwirken von Frings wird aber zu einem Wettlauf mit der Zeit. "Man wird mal abwarten und hoffen, dass der Torsten es noch schafft bis zum nächsten Spiel", sagte Bundestrainer Joachim Löw
am Freitag in Tenero. Laut DFB-Ärzten seien die Heilungschancen sehr gut. Es komme nur darauf an, wie Frings mit den Schmerzen klar komme.

Bei der Einheit der Reservisten fehlte der Bremer. "Man muss von Tag zu Tag sehen, wie sich die Verletzung beruhigt und ob er in der Lage ist, schnelle Bewegungen zu machen und Zweikämpfe anzunehmen", sagte Löw. Alle anderen Spieler, so ließ der Bundestrainer nach dem kräfteraubenden Viertelfinalspiel gegen Portugal verlauten, seien gesund und einsatzbereit. "Es gibt nach diesem Spiel keinerlei Verletzungen. Das hat mir meine medizinische Abteilung mitgeteilt.“

Frings hatte sich beim 1:0-Sieg im Gruppenspiel gegen Österreich die Verletzung zugezogen. Zunächst war auf DFB-Seite von einem
Rippenbruch die Rede, nun sprach Löw nur noch von einer angebrochenen Rippe. Ein stabilisierender Tapeverband soll dem Mittelfeldmann bei der Genesung helfen, voll belastbar ist er nicht. "Die angebrochene Rippe schmerzt und es ist sicherlich nicht sinnvoll, in die Zweikämpfe zu gehen.“ Die Verletzung des Bremers ist nicht schlimm, das Problem bleibt aber der Zeitfaktor. "Jeder Tag kann wichtig sein“, sagte Löw.

Während die Reservisten in Tenero bei hochsommerlichem Wetter eine Einheit absolvierten, stand für die eingesetzten Spieler körperliche Pflege und Regeneration auf dem Stundenplan. Dazu gab es ein paar Stunden im Kreise der Familie. Kurz vor dem Wochenende durften auch die Spielerfrauen wieder ins Quartier.

"Wir haben die Regelung getroffen vor dem Turnier, dass wir am Tag nach den Spielen ab dem Nachmittag die Frauen einladen, bis zum Abend im Hotel zu sein. Es gibt keinen Grund von der Regelung abzuweichen“, sagte Löw und beendete die Hoffnungen der Mannschaft auf einen freien EM-Tag. "Ganz frei wird die Mannschaft nicht bekommen. Wir sind bei einem Turnier und haben nur ein paar Tage bis zum Halbfinale.“ (dpa)

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