Sport : Weltcup vom 11. bis zum 14. November - nicht nur Profis dürfen die Kugel schieben

ru

In einem Zirkuszelt trifft sich in der kommenden Woche die Billard-Elite zum Weltcup. "Wir wollen aus dem Schatten großer, vornehmer Hotels heraustreten, in denen Billardturniere in Deutschland bisher ausgetragen wurden", erklärt Werner Bayer, der Ehrenpräsident des Billard-Weltverbandes. Sechs Jahre nach dem letzten Weltcup in Berlin soll alles gigantischer und zuschauerfreundlicher werden. Auf dem Schlossplatz vor dem Kanzleramt wird vom 11. bis 14. November in einem über hundert Jahre alten Spiegelzelt mit 460 Sitzplätzen und einem Kuppelzelt mit 900 gespielt.

Nach Seoul und Las Vegas ist Berlin die dritte von fünf Stationen der diesjährigen Weltcup-Tour. Das Hauptturnier bestreiten 32 Spieler, darunter der Weltranglisten-Erste Torbjörn Blomdahl (Schweden), der Viertplatzierte Semih Sayginer (Türkei), Weltmeister Frederic Caudron (Belgien) und der Deutsche Meister Christian Rudolph. Am Start ist auch "Mister Billard" Raymond Ceulemans. Der Belgier hat 19 WM-Titel und 23 EM-Titel gewonnen. Ein Qualifikationsturnier, bei dem zwölf noch offene Plätze vergeben werden, findet am 9.und 10. November im Billard International in der Knesebeckstraße statt. Teilnehmen können gegen eine Startgebühr von 200 Mark alle interessierten Billardspieler.

Das Turnier solle nicht nur Spitzensport bieten, sagt Peter Herrmann, der Pressechef des Organisationskomitees. Ziel sei es, Neugierigen, die bisher nichts mit Billard zu tun hatten, die Faszination des "leisen Sports" nahe zu bringen. Für ein Prominententurnier am Eröffnungsabend haben sich unter anderem der Satiriker Ephraim Kishon, Filmregisseur Gero Erhardt und Kammersänger Harald Stamm angesagt, die mit einem Topspieler jeweils ein Zweierteam bilden. Geplant sind auch eine Kunststoßvorführung und Fingerbillard für Kinder.

0 Kommentare

Neuester Kommentar