Weltfußballerwahl : Lahm stimmte nicht für Löw

Die Fifa hat das genaue Ergebnis der Weltfußballerwahl online gestellt. Wen hat Philipp Lahm gewählt und wen nicht? Eine kurze Analyse.

Was hat sich Philipp Lahm wohl bei seiner Weltfußballerwahl gedacht?
Was hat sich Philipp Lahm wohl bei seiner Weltfußballerwahl gedacht?Foto: p-a/dpa

Die Weltfußballerwahl am Montag in Zürich verlief relativ überraschungsfrei. Lionel Messi wurde mal wieder zum besten Spieler gewählt, Cristiano Ronaldo ging mal wieder leer aus. Und bei den Trainern setzte sich Vicente del Bosque durch, der Spanien im Sommer 2012 zur Europameisterschaft geführt hatte. Bundestrainer Joachim Löw landete nur auf Rang neun und damit sogar noch drei Plätze hinter Jürgen Klopp.

Auf der Internetseite der Fifa ist das komplette Abstimmungsergebnis einsehbar. Zur Wahl aufgerufen waren alle Kapitäne der Nationalmannschaften, die jeweiligen Trainer und ein Medienvertreter jedes Fifa-Mitgliedslandes, die ihre jeweils drei Favoriten nennen durften. Löw wurde demnach nur aus Turkmenistan und Vanuatu auf Platz eins gesetzt. Er selbst votete für Vicente del Bosque als Top-Trainer, bei den Spielern entschied er sich für Mesut Özil vor Manuel Neuer und Xavi.

Durchaus interessant ist die Abstimmungsverhalten von Philipp Lahm. Der Nationalmannschaftskapitän wählte bei den Spielern Iniesta vor Messi und Ronaldo und ignorierte damit Kollegen aus Deutschland. Bei den Trainern setzte er del Bosque an erste Stelle, entschied aber danach nicht etwa für seinen Vereinscoach Jupp Heynckes oder Bundestrainer Löw. Statt dessen stimmte Lahm für Mourinho und Roberto Mancini.

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Dabei war es durchaus möglich, sich für Landsleute zu entscheiden. Zum Vergleich: Gianluigi Buffon setzte sowohl bei den Spielern (Andrea Pirlo) als auch beim Trainer (Nationalcoach Cesare Prandelli) auf Italiener. Spaniens Iker Casillas zog Vereinscoach Mourinho (mit dem er sich mittlerweile zerstritten hat) del Bosque vor, bei den Spielern entschied er sich für Ramos vor Ronaldo.

Und Lionel Messi? Der blieb sich treu und ignorierte wie schon im Vorjahr seinen härtesten Konkurrenten Cristiano Ronaldo komplett. (Tsp)

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