Sport : Weltmeister mit Babyface Spanier Marquez jüngster MotoGP-Champion

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Berlin - Mit 20 Jahren Weltmeister aller Klassen – das haben noch nicht einmal die Motorrad-WM-Legenden Giacomo Agostini und Valentino Rossi geschafft. Mit einem clever herausgefahrenen dritten Platz beim Saisonfinale in Valencia krönte sich der Spanier Marc Marquez zum jüngsten MotoGP-Champion der Geschichte. Nach seinen Titelgewinnen 2010 (125 Kubikzentimeter) und 2012 (Moto2) hat er nun bereits alles erreicht, was man erreichen kann.

„Ein Lebenstraum ist für mich in Erfüllung gegangen“, stammelte Marquez, der sich den Titel im Saisonverlauf mit Cleverness und durchaus nicht unumstrittenem Wagemut auf der Strecke verdiente. Zum Schluss gab es sogar die Versöhnung mit dem entthronten Titelverteidiger und Valencia-Sieger Jorge Lorenzo in Form einer Umarmung. Beide hatten sich im Saisonverlauf harte Scharmützel geliefert.

Zu den Gratulanten zählte auch Stefan Bradl, der Sechster wurde. Nach einem schweren Saisonstart, einem Hoch mit dem ersten MotoGP-Podestplatz in Laguna Seca und einem Handbruch zum Saisonende zog der Zahlinger ein zufriedenes Fazit. „Wir haben uns weiter entwickelt und gezeigt, dass der Abstand zur Spitze geringer geworden ist. Darauf können wir aufbauen“, betonte Bradl, der Platz sieben in der Gesamtwertung erkämpfte.

Im Jubel um Marquez ging fast unter, dass auch dessen Landsmann Maverick Vinales in der Moto3-Klasse durch den Sieg im Finale den Titel gewann. In diesem Rennen wurde Jonas Folger Zweiter; das beste Resultat eines Deutschen in dieser Saison. Er war als Titelanwärter in die Saison gestartet, musste aber die Unterlegenheit seiner Kalex-KTM anerkennen. Am Ende wurden es vier Podestplätze und Rang fünf in der Gesamtwertung. „Ich bin froh und glücklich, dass ich meinem Team noch einmal eine so gute Platzierung schenken konnte“, meinte Folger, der nun in die Moto2-Klasse wechselt. dpa

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