Weltmeisterschaft : Deutsche Hockey-Männer im Halbfinale

Deutschlands Hockeyspieler haben dem Druck standgehalten und stehen zum elften Mal hintereinander im Halbfinale einer Feld-Weltmeisterschaft.

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Erleichtert. Moritz Fürste (hinten) und Jan-Marco Montag feiern den Sieg. Foto: dpaEPA

Neu-DelhiIm Spiel um das Erreichen des Mindestziels gab sich die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Dienstag beim 5:2 (2:0) in Neu-Delhi gegen Neuseeland keine Blöße und zog wie bei jeder WM seit 1973 ins Halbfinale ein. Dort ist am Donnerstag Europameister England Gegner der deutschen Auswahl, die dank der 1:2-Niederlage der Niederlande gegen Südkorea die Gruppe A sogar noch als Sieger abschloss. Im Finale der EM hatte Deutschland im vergangenen September in Amsterdam 3:5 gegen England verloren.

Christoph Menke, Florian Fuchs, Philip Witte, Moritz Fürste und Matthias Witthaus erzielten die Tore für den Titelverteidiger. „Bis zum 3:0 haben wir ein gutes Spiel gemacht. Dann kam eine wackelige Phase, da sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Bundestrainer Weise nach dem letztlich verdienten dritten Sieg beim Turnier in Neu-Delhi.

In der Nachmittagshitze übernahmen die angesichts der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit vorteilhaft ganz in weiß gekleideten Deutschen sofort die Initiative auf dem Feld. Witte und Menke boten sich früh gute Möglichkeiten, die sie jedoch vergaben. Seine zweiten Versuch nutzte der Gladbacher Menke jedoch, als er Fuchs’ schöne Linksflanke zu seinem ersten Turniertor nutzte. Mit der Führung im Rücken drängte der Weltmeister weiter, nur die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Es bedurfte der ersten Strafecke für die 2:0-Führung der Deutschen: Martin Häners Schlenzer wurde noch pariert, doch der Nachschuss von Youngster Fuchs schlug zur Freude der knapp 100 mitgereisten deutschen Fans im Netz der Neuseeländer ein.

Tim Jessulat, der erneut für den angeschlagenen Stammtorhüter Max Weinhold zwischen den Pfosten stand, hatte bis dahin kaum etwas zu tun – aber auch das Glück auf seiner Seite, als nach einer Unachtsamkeit und Neuseelands erster Ecke Nick Wilson Sekunden vor der Pause freistehend am leeren Tor vorbeischoss.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie vor sich hin, bis Markus Weise aufsprang und von seinem Team etwas mehr Bewegung einforderte. Es half: Sofort gelang Witte das dritte Tor – sein erstes bei dieser WM. Nun aber schlichen sich Nachlässigkeiten ein, die Shea MacLeese nach 50 Minuten und Nick Wilson kurz darauf per Doppelschlag bestraften. Die Nervosität in Reihen des nun etwas ins Wanken geratenen Favoriten legte sich erst, als Fürste und Witthaus nach Strafecken für die Entscheidung sorgten. (dpa)

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