Sport : Weltrekord auf Weltrekord

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Michael Phelps war Weltrekord geschwommen: 51,47 Sekunden über 100 m Schmetterling. Michael Phelps schlug noch einmal an und war wieder Weltrekord geschwommen. 1:56,04 Minuten über 200 m Lagen. Zwischen den beiden Rekorden lagen bei der WM in Barcelona nur 45 Minuten. Wie ist so etwas möglich? Wie kann sich ein Sportler so schnell regenerieren?

„Es ist eine erstaunliche Leistung“, sagt Birgit Friedmann, die Teamärztin der deutschen SchwimmNationalmannschaft, „aber aus medizinischer Sicht ist sie durchaus erklärbar." Extremes Training sei allerdings die Voraussetzung, sagt die Oberärztin von der Uni Heidelberg. „Nur wer jahrelang hart und weitgehend ohne Verletzungen gearbeitet hat, ist dazu in der Lage.“ Wichtig ist auch, dass Phelps nach dem ersten Weltrekord kurz ausgeschwommen ist. „Die Stoffwechselschlacke muss abgebaut werden", sagt die Ärztin. Ralf Beckmann, der Chef-Bundestrainer der deutschen Schwimmer, sagt dazu: „Phelps hat eine ungemein ökonomische Art zu schwimmen. Keiner haushaltet mit seinen Kräften so gut wie er.“

Kornelia Ender aus der DDR verbesserte bei den Olympischen Spielen 1976 sogar binnen 28 Minuten den Weltrekord über 200 m Freistil und 100 m Schmetterling. Doch Ender war gedopt. Michael Phelps wurde bisher nie positiv getestet. Doch in den USA sind die Dopingkontrollen ziemlich lax. fmb

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