Sport : Wende im zweiten Satz

Deutsche Volleyballer unterliegen Frankreich bei der EM 1:3

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Leipzig (Tsp). Nun wird es für die deutschen Volleyballer noch schwerer, bei der Europameisterschaft im eigenen Land das Halbfinale zu erreichen. Wie schon für die Basketballer, die in Schweden bei der EM ausschieden, wird erneut ein Spiel gegen Italien die Entscheidung bringen. Gegen den ExWeltmeister muss jedoch ein 3:0-Erfolg her, um doch noch zum ersten Mal seit zehn Jahren ins Halbfinale einzuziehen. Ausschlaggebend für diese ungünstige Ausgangsposition war vor 5680 Fans in Leipzig ein 1:3 (25:20, 24:26, 22:25, 19:25) gegen Frankreich. Es war die erste Niederlage für Deutschland im vierten Vorrundenspiel. Die Endrunde in Berlin hatte das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu bereits zuvor erreicht. Gegen Italien wird sich daher entscheiden, ob der EM-Gastgeber in den Medaillenkampf eingreifen wird, oder ob es für ihn um die Plätze fünf bis acht geht.

Nach der Leistung gegen Frankreich ist den Deutschen durchaus eine Überraschung zuzutrauen. „Die Mannschaft tut mir Leid. Die Jungs haben sensationell gespielt, besser können wir es nicht“, sagte Moculescu und ärgerte sich: „Wir haben den zweiten Satz wegen zwei Fehlentscheidungen der Schiedsrichter verloren. Das regt mich maßlos auf. Jetzt schauen wir, ob wir gegen Italien noch etwas machen können. Fest steht, dass wir in Zukunft noch viel Spaß mit dieser deutschen Mannschaft haben werden.“

Mit dem Schwung der drei Siege gegen die Slowakei (3:1), Tschechien (3:0) und Spanien (3:0) starteten die Gastgeber nach dem Umzug von Karlsruhe nach Leipzig hochkonzentriert und zeigten Volleyball mit großem Kampfgeist. Die in der Weltrangliste 17 Plätze besser platzierten Franzosen zeigten sich von den krachenden Aufschlägen vom 2,10-Meter-Mann Norbert Walter, dem variantenreichen Zuspiel von Frank Dehne und dem turmhohen deutschen Block beeindruckt. Sie gaben prompt den ersten Satz ab.

Im zweiten Durchgang bogen die Deutschen mit großem Kampfgeist einen 8:11- Rückstand in eine 23:21-Führung um, doch dann scheiterten Eugen Bakumovski und Christian Pampel zweimal am Block der Franzosen. Der zweite Satzball brachte den Satzausgleich, schließlich hieß es 24:26 gegen Deutschland. Die vergebene Chance zum vorentscheidenden 2:0 leitete die Wende in einem hochklassigen Spiel ein. Die Deutschen leisteten sich nun mehr Fehler in Aufschlag und Annahme. Die Folge: Frankreich gewann die folgenden zwei Sätze – und nach 102 Minuten auch das Spiel.

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