Sport : Wenig Erfolg, weniger Geld HSV: Beim Handballmeister von 2011 wird gespart

Hamburg - Die Erfolge bleiben aus, die Zuschauer werden weniger und nun soll beim HSV Hamburg nach der Saison der große Kehraus kommen und Geld eingespart werden. Eineinhalb Jahre nach der deutschen Handball-Meisterschaft plant der momentan Tabellensechste einen personellen Umbruch. Weil der Meister von 2011 mit derzeit 16:10 Punkten in der Bundesliga praktisch schon jetzt aus dem Titelrennen ist, ziehen die Hanseaten Konsequenzen und denken bereits auch an die neue Saison. Nach dieser Spielzeit steht eine deutliche Verjüngung des Teams an, die zu einer merklichen Reduktion der Gehälter führen wird.

So ist der Hamburger: wenn es nicht läuft, dann entzieht er seine Liebe im Sport schon mal. In der Meistersaison sahen im Schnitt noch über 8000 Zuschauer die Heimspiel der Hamburger. In dieser Saison kamen die Hanseaten gerade mal auf 5200 Besucher im Schnitt. Um nun angesichts sinkender Einnahmen zu sparen, werden einige verdiente Spieler den Klub verlassen. Kostete die Meistermannschaft noch rund 7,5 Millionen Euro an Gehältern und Versicherungen, müssten für das neue HSV-Handballteam nur noch etwa 5,5 Millionen bis 6 Millionen Euro aufgewendet werden. Rückraumspieler Marcin Lijewski und Linksaußen Torsten Jansen, die beide 35 Jahre alt sind, werden dem Team ebenso wenig angehören wie Spielmacher Michael Kraus, Kreisläufer Igor Vori und Torwart Dan Beutler. Dieses Trio zeigte sich zu schwankend in seinen Leistungen. Aller Voraussicht nach werden vier neue Kräfte den HSV verstärken.

Der Wechsel des Nationalspielers Adrian Pfahl (VfL Gummersbach) für den rechten Rückraum steht bereits fest. Vermutlich wird der hoch talentierte, erst 19 Jahre alte Franzose Kentin Mahé seinen Teamkollegen Pfahl auf dem Weg nach Hamburg begleiten. Mahé soll zusammen mit Domagoj Duvnjak die Gestaltung des Spiels übernehmen. Am Kreis wird Vori durch den dänischen Nationalspieler Henrik Toft Hansen (Bjerringbro-Silkeborg) ersetzt, zudem soll der Flensburger Petar Djordjic für den linken Rückraum kommen. „Wir sind, wenn alles klappt, für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt“, sagte HSV-Präsident Matthias Rudolph dem „Hamburger Abendblatt“.

Nach Ansicht von Trainer Martin Schwalb hat es bei dem notwendigen Umbruch nach dem Abschied der Gille-Brüder keine Versäumnisse gegeben. „So etwas geht ja auch nicht von heute auf morgen. Und wir hatten mit dem Umbruch ja auch schon begonnen. Es ist aber schwer, ihn umzusetzen, wenn Spieler aufgrund von schweren Verletzungen lange ausfallen“, sagte Schwalb. dpaHSV HAMBURG]

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