Wenig Glanz im Spitzenspiel : Bayern mit Heimkomplex gegen HSV

Vor dem Anpfiff war die Marschroute klar: Mit einem Sieg über den Hamburger SV wollte der FC Bayern München der Konkurrenz enteilen. Doch die Vorgaben haben die Schützlinge von Trainer Ottmar Hitzfeld zu keiner Zeit richtig umgesetzt. So bleibt das Titelrennen weiter spannend.

Bayern - HSV
Münchens Franck Ribery (r) und Hamburgs Rafael van der Vaart. -Foto: dpa

MünchenIn der Allianz Arena kann der FC Bayern gegen den HSV einfach nicht gewinnen. Nach zwei Pleiten zuvor gegen die Hanseaten, reichte es im Spitzenduell des 21. Spieltag nur zu einem Remis. Freuen wird es den Tabellen-Zweiten Werder Bremen, der nach seinem Ausrutscher gegen Eintracht Frankfurt eigentlich einen Sechs-Punkte-Rückstand befürchtete. Jetzt sind es nur vier Zähler zu den Bayern.

Das Spitzenspiel vor ausverkauftem Haus begann ohne zwei Spitzenkönner: Bayerns Antreiber Franck Ribéry Er nahm nach seiner auskurierten Muskelverletzung ebenso zunächst auf der Bank Platz, wie der von einem Bänderiss im Sprunggelenk genesene HSV-Regisseur Rafael van der Vaart. "Das Risiko ist einfach zu groß", lautete unisono die Begründung der Trainer Ottmar Hitzfeld und Huub Stevens.

Ribéry und van der Vaart zunächst auf der Bank

Die ersten Warnschüsse gaben die um Kombinationen bemühten Bayern durch Zé Roberto (11.) und Luca Toni (18.) ab. An der Seite des italienischen Weltmeisters stürmte wieder Miroslav Klose, der aber bis zu seiner Auswechslung kaum Gefahr ausstrahlte. Lukas Podolski musste trotz seiner zwei Uefa-Cup-Tore beim 5:1 gegen den FC Aberdeen bis zur 74. Minute auf der Bank schmoren, erst dann durfte er Klose ersetzen.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit war es dann Ivica Olic (59.), der einen Abspielfehler von Lucio eiskalt zur HSV-Führung ausnutzte. Aber Zé Roberto rettete den Münchner zwei Wochen nach dem 1:1 gegen Bremen zumindest einen Punkt in der einstigen Festung Allianz Arena, in welcher der Rekordmeister den letzten Liga-Heimsieg im November landen konnte. In der hektischen Nachspielzeit kassierte Bayer-Akteur Mark van Bommel noch wegen Undiszipliniertkeit noch die Gelb-Rote Karte (90.+2). Mit dem Remis bleibt das Titelrennen also spannend. "Es ist gut für die Liga, dass der FC Bayern nicht davon zieht", urteilte nach Spielschluss auch Torschütze Olic. Bei den Bayern wollte man von einer verpatzten Vorentscheidung nichts wissen. "Auch wenn wir heute gewonnen hätten, es stehen noch viele Spiele aus", sagte Abwehrspieler Lucio. Der große Gewinner des Top-Spiels war also die Bundesliga. (hu/dpa)

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