Sport : Wenn der Wind fehlt

Erneute Verschiebung beim America´s Cup

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Auckland (Tsp). Neuseeland hat die Hoffnung auf eine Verteidigung des America´s Cups aufgegeben. Die vierte Niederlage gegen die Schweizer Yacht „Alinghi“ versetzte tausende Fans in tiefe Trauer. Dass die fünfte Wettfahrt wegen schwacher Winde auf vergangene Nacht verlegt wurde, war da fast nebensächlich. Denn an den ersten Sieg der Europäer in dem 152 Jahre alten Wettbewerb zweifelt niemand.

Zumal nach dem Mastbruch von Team New Zealand im vierten Rennen. „CupHoffnungen auf Halbmast“, titelte die wichtigste Tageszeitung New Zealand Harald. Das Auftreten des heimischen Teams sei „desaströs“. Auch Teamchef Tom Schnackenburg glaubt nicht mehr an die Wende. „Wir haben jetzt keine Leben mehr“, sagte Schnackenburg. „Unsere Jungs sind total frustriert und verärgert.“ Fünfmal müssten die Neuseeländer nun in Folge gewinnen. „Das ist doch fast aussichtslos“, sagte der Teamchef.

Dagegen herrschte auf der Alinghi mit dem Berliner Sportdirektor Jochen Schümann Partystimmung. Steuermann Russell Coutts feierte seinen 41. Geburtstag. Angestoßen wurde jedoch nur mit Selters. „Den Sekt hatten wir schon kalt gestellt. Doch wir öffnen ihn erst nach unserem Sieg“, sagte Schümann. Coutts würde mit dem dritten Gesamtsieg nach 1995 und 2000 mit der amerikanischen Segellegende Dennis Connor in der ewigen Bestenliste des America´s Cups gleichziehen. Die Chancen, dass in der vergangenen Nacht wirklich gesegelt werden konnte, standen gut. Der Wetterdienst hatte stärkere WInde vorhergesagt.

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