Sport : Wenn jetzt Olympia wäre

Biathletin Kati Wilhelm, die deutschen Rodler und Bobfahrer sind vor den Winterspielen in Bestform

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Was kann Kati Wilhelm eigentlich noch passieren auf dem Weg zum olympischen Erfolg? Ein Schnupfen vielleicht oder ein schlecht gewachster Ski? Zurzeit jedenfalls eilt sie von einem Biathlonsieg zum nächsten, auch am Samstag siegte sie wieder beim Verfolgungsrennen im Südtiroler Antholz über die Distanz von 10 Kilometern. Die 29-Jährige baute ihre Weltcupführung weiter aus.

Das überragende Ergebnis der deutschen Mannschaft rundeten Uschi Disl auf Platz fünf, Martina Glagow auf Platz 6, Andrea Henkel als 7. und Katrin Apel auf Position 8 sowie Simone Denkinger (10.) und Magdalene Neuner (11.) ab. „Da kann man nicht nur, da muss man zufrieden sein“, lobte Bundestrainer Uwe Müssiggang seine sieben Damen. Dass Wilhelm jetzt die große Olympia-Favoritin ist, scheint sie nicht zu belasten. „Ich will dort ja Medaillen gewinnen. Deshalb ist der Druck normal.“

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Wenn Wilhelm Olympiafavoritin ist, was sind dann erst die deutschen Rodler? Sie haben am zweiten Tag der Europameisterschaften in Winterberg erwartungsgemäß zwei Titel gewonnen. Bei teilweise irregulären Bedingungen machten die Olympiasieger Patric Leitner und Alexander Resch im Doppelsitzer ihren dritten EM-Sieg vor den Altenbergern Sebastian Schmidt und André Forker perfekt. Einen Dreifacherfolg verbuchten wieder einmal die deutschen Frauen: Olympiasiegerin Silke Kraushaar siegte vor Tatjana Hüfner und Barbara Niedernhuber. „Es war heute ein Roulette-Spiel“, sagte Kraushaar nach ihrer Titelverteidigung. „Aber gerade in der Olympia-Saison ist der Titel wichtig.“

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Erfolge gewöhnt ist auch der Bobfahrer Andre Lange. Mit seinem dritten Weltcupsieg im Olympiawinter hat er sich seinen dritten Europameistertitel im Zweierbob gesichert. Der Oberhofer katapultierte sich in St. Moritz mit Bahnbestzeit (1:06,17) im zweiten Durchgang mit seinem Anschieber Kevin Kuske vom sechsten auf den ersten Platz vor.

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Bei den Nordischen Kombinierern gewann im Sprint in Harrachov zwar ein Finne, Hannu Manninen. Er baute mit seinem achten Saisonsieg die Führung in der Gesamtwertung vor Ronny Ackermann aus. Doch die Deutschen lieferten ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis. In Ackermanns Abwesenheit kam Georg Hettich nach einem Sprung und dem 7,5-Kilometer-Langlauf auf Platz zwei, Björn Kircheisen belegte Rang fünf. Tino Edelmann wurde Siebter und erfüllte damit als achter DSV-Athlet die Norm für Turin.

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Ohne deutsche Beteiligung lief dagegen das bekannteste Abfahrtsrennen der Welt ab. Auf der Streif in Kitzbühel gewann der Österreicher Michael Walchhofer. Die Damen-Abfahrt in St. Moritz entschied seine Landsfrau Michaela Dorfmeister für sich. Als beste Deutsche kam Stefanie Stemmer auf Platz 27. dpa

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