Sport : Wenn sich der Gegner selbst umrennt SCC-Volleyballer besiegen Moers 3:0

Katrin Schulze

Berlin - Einer der größten Fehler beim Volleyball besteht darin, wenn zwei Spieler ineinander laufen. Es gibt eingespielte Bewegungsabläufe, kurze Blicke und schnelle Kommandos, um dies zu verhindern. Guten Mannschaften passiert dieses peinliche Missgeschick höchst selten. Dem Tabellenplatz nach hatte der SC Charlottenburg gestern einen guten Gegner, auf dem Feld unterliefen dem Moerser SC aber auch noch andere Fehler als der Zusammenstoß zweier Spieler.

Der Tabellenzweite SCC siegte gegen den Tabellendritten aus Moers am letzten Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde 3:0 (25:23, 25:21, 25:22) und behielt damit seinen zweiten Platz. „Dieser Sieg bedeutet sehr viel für uns und verschafft uns eine gute Ausgangsposition“, sagte SCC-Manager Kaweh Niroomand, der sich nach dem letzten Ballwechsel mit Trainer Michael Warm in die Arme gefallen war, während die Spieler ein kleines Tänzchen für die 1750 Zuschauer in der Sömmeringhalle aufführten, die mit La Ola feierten. Das Erreichen des zweiten Platzes hat den Vorteil, dass der SCC erst im Finale auf den übermächtigen Titelverteidiger aus Friedrichshafen treffen kann. Im Viertelfinale (best of three) treffen die Berliner zum ersten Mal am Dienstag zu Hause auf die SG Eltmann.

Dort ist mit einem Gegner zu rechnen, der nicht ganz so viele Fehler macht wie die Moerser, die vor allem bei der Annahme und beim Aufschlag patzten, den ersten Satz verloren sie am Ende durch einen Aufschlagfehler. „Unser Vorteil war heute, dass unsere Leute auf dem Feld alle ein Niveau gehalten haben“, sagte Michael Warm. Besonders Mark Dodds überzeugte, einer stach aber wieder einmal noch mehr heraus: Mit 19 Punkten war Aleksandar Spirovski bester Spieler auf dem Feld. Das will er auch bleiben: Er verlängerte gestern seinen Vertrag bis 2010. Katrin Schulze

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