Sport : Wenn Trainer alles richtig machen

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Jeonju (dpa). Dank Fernando Morientes ist Spanien als erste Mannschaft in das Achtelfinale der 17. Fußball- Weltmeisterschaft eingezogen. Der 26 Jahre alte Stürmer von Real Madrid steuerte am Freitag in Jeonju in Südkorea beim am Ende verdienten 3:1 (0:1) gegen Paraguay zwei Treffer bei.

Morientes, der erst zur zweiten Halbzeit von Trainer Jose Antonio Camacho ins Spiel gebracht wurde, traf innerhalb einer Viertelstunde zweimal. Kapitän Fernando Hierro machte den Erfolg per Foulelfmeter perfekt. Ein Eigentor durch Carles Puyol hatte die Spanier in Rückstand gebracht. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel in der Gruppe B ist ihnen der Einzug in die nächste Runde nicht mehr zu nehmen. Die Paraguayer haben im letzten Vorrundenspiel gegen Slowenien nur noch eine theoretische Chance.

„Ich musste zur Pause etwas ändern, um mehr Druck zu machen. Ich habe Morientes gebracht, das war ein glückliche Einwechslung. Das letzte Vorrundenspiel kann ich jetzt dazu nutzen, um auch anderen Spielern einen Chance zu geben“, sagte Trainer Camacho.

Er vertraute zunächst der Anfangsformation vom 3:1-Auftaktsieg gegen Slowenien. Sein Kollege Cesare Maldini baute hingegen seine Mannschaft auf vier Positionen um. Wichtigste Änderung war die Rückkehr des exzentrischen Torhüters Jose Luis Chilavert, der in der Begegnung gegen Südafrika wegen einer Sperre fehlte.

Die Spanier wirkten in der Anfangsphase behäbig. Die Paraguayer waren wesentlich aktiver. Ihre Mühen wurden schnell belohnt: Nach nur wenigen Minuten faustete Spaniens Torwart Iker Casillas einen Schuss von Francisco Arce zu Puyol, von dessen Bein der Ball ins Tor sprang. Es war das erste Eigentor der Spanier in der WM-Geschichte. Nach dem Treffer versuchten die Spanier, das Spiel in den Griff zu bekommen und dominierten immer mehr. Doch Paraguays Deckung verteidigte gegen Raul und Diego Tristan zunächst gut.

Trainer Camacho reagierte in der Pause und brachte für den unglücklich agierenden Tristan Real-Angreifer Morientes. Die Maßnahme zahlte sich schnell aus: Nach einem Eckball von Javier de Pedro erzielte Morientes den Ausgleich. Später war er erneut nach Vorarbeit von de Pedro zur Stelle. Bei dem Treffer machte Paraguays Keeper Chilavert eine schlechte Figur. Nachdem Raul im Strafraum der Südamerikaner umgestoßen wurde, ließ sich Hierro die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zu seinem zweiten Tor in dem Turnier.

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