Sport : Wer einmal im Finale war…

Werder Bremen liebt den Pokal – das mussten jetzt die Wolfsburger erfahren

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Bremen Es muss etwas Besonderes sein, das den SV Werder Bremen und den DFB-Pokal verbindet. Das war auch am Dienstag im Zweitrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg wieder zu sehen. Eine Minute vor Schluss lagen die Bremer 0:1 zurück, aber Miroslav Klose rettete seine Mannschaft mit seinem Tor zum 1:1 in die Verlängerung. Und als Werder dort nach Kloses zweitem Tor bereits wie der Sieger aussah, gelang Steve Marlet mit seinem ebenfalls zweiten Treffer noch der Ausgleich. Doch auch dieser Rückschlag brachte die Bremer nicht aus der Ruhe. Am Ende siegten sie 5:4 im Elfmeterschießen. „Wer einmal das Finale in Berlin mitgemacht hat, weiß das zu schätzen“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Zuletzt gewann sein Team 2004 den Pokalwettbewerb.

In einer Begegnung, die sie von der ersten Minute an bestimmt hatten, steckten die Bremer die Rückschläge relativ unbeeindruckt weg. „Wie die Mannschaft nach den unglücklichen Situationen zurückgeschlagen hat, zeigt ihren Charakter“, sagte Manager Klaus Allofs. „Sie ist weiter gewachsen.“ Von Beginn an stürmte nur Werder, doch der erste Treffer fiel nach dem ersten Konter der Wolfsburger. Torschütze war der frühere französische Nationalspieler Marlet. „Er hat seine Rückstände aufgearbeitet und heute gezeigt, dass er uns weiterhelfen kann“, sagte Wolfsburgs Trainer Holger Fach.

Marlet traf auch im Elfmeterschießen. Doch weil auf Seiten der Wolfsburger zwei Schützen (d’Alessandro und Thiam) vergaben und bei den Bremern nur Naldo, konnte am Ende Werder feiern. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte der erst 19 Jahre alte Aaron Hunt. „Er ist ein Super-Spieler“, sagte Klose über seinen Kollegen aus dem Sturm. „Wenn er so weiter macht, hat er eine große Zukunft vor sich.“ dpa

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