Sport : Wer hat die besten Siegchancen? Vier Anwärter kämpfen um den Weltmeistertitel

David Coulthard, McLaren-Mercedes, Großbritannien, 48 Punkte. 28 Jahre, Wohnort Monte Carlo.

Der Fahrer: Coulthard ist vor allem ein guter Testfahrer, der bei McLaren-Mercedes sehr viel zur Entwicklungsarbeit beiträgt. An sehr guten Tagen kann er über eine Renndistanz mit Häkkinen mithalten oder ihm sogar wegfahren, wie in Spa. Aber normalerweise ist Coulthard langsamer als Häkkinen, schon im Qualifying. Manchmal scheint ihm auch der letzte Biss zu fehlen, zum Beispiel bei Überrundungsmanövern. Einen dicken Fehler leistete er sich am Nürburgring, als er sich in Führung liegend in die Leitplanke verabschiedete und damit wahrscheinlich schon seine WM-Chancen vergab. Mit den Attacken auf seinen Teamkollegen in Österreich und Belgien hat sich der Jüngste der Titelkandidaten unbeliebt gemacht - aber sein Vertrag wurde in Hockenheim verlängert. Häkkinen vermutet, dass es Coulthards Manager Martin Brundle ist, der ihn zu solchen Aktionen aufstachelt. 14 Punkte Rückstand sind in seiner Situation wahrscheinlich zu viel - vor allem, weil McLaren-Mercedes jetzt auf Häkkinen setzen muss. Bei einem Coulthard-Sieg in der Eifel wäre das schwieriger geworden.

Das Team: Für McLaren-Mercedes ist der Schotte in Sachen WM nur noch letzte Hoffnung - falls bei Häkkinen alles schief gehen sollte. So lange der im Rennen ist, muss Coulthard den Adjutanten spielen. Vom Material her gibt es zwischen Coulthards McLaren und dem von Häkkinen keine gravierenden Unterschiede - Gleichbehandlung in diesem Bereich ist McLaren-Politik.

WM-Chance: höchstens 5 Prozent

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