Sport : Wer will die Zwischenrunde?

Die Entscheidung über eine Reform der Champions-League fällt eventuell noch in diesem Jahr - wahrscheinlich aber bleibt alles, wie es ist. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will auf ihrer Exekutivsitzung am 12. und 13. Dezember in Nyon die neu ausgeschriebenen Vermarktungsrechte an einen der vier Bewerber vergeben. Zugleich werden die Exekutiv-Mitglieder über die Zukunft der Champions League von der Saison 2003/04 an diskutieren.

Dabei stehen zwei Alternativpläne zum derzeitigen Modus zur Debatte, für die der gegenwärtige Vermarkter Team und dessen Mitbewerber IMG, AIM und Octagon ebenfalls Kalkulationen erarbeitet haben. Eine Variante sieht vor, bei weiterhin 32 Mannschaften auf die Zwischenrunde zu verzichten und nach den Gruppenspielen gleich mit einem Achtelfinale in den K.o.-Modus überzugehen. Dies bedeutete eine Reduzierung von bisher 17 auf 13 Spieltage.

Daneben steht eine Reduzierung auf 24 Teams zur Debatte. Diese sollen zunächst in vier Sechser-Gruppen unterteilt werden, wobei sich die jeweils ersten zwei Mannschaften für das Viertelfinale qualifizieren. Dieses Modell mit 15 Spieltagen findet vor allem auf deutscher Seite Fürsprecher wie Bayern Münchens Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge oder Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. "Das würde Planungssicherheit für die Vereine geben, zugleich würde der neue Modus auch für Spannung sorgen", sagte Holzhäuser.

Allerdings ist die Durchsetzung dieses Modells kaum denkbar. Sowohl große Fußball-Nationen wie Spanien und England, aber auch kleinere Verbände wie Schottland und Tschechien haben keinerlei Interesse daran, dass die momentanen Startplatz-Regularien berührt werden. Und auch in der Uefa-Zentrale stößt der Vorschlag auf Ablehnung. "Ich glaube nicht, dass wir auf 24 Mannschaften reduzieren können, ohne die kleinen oder mittleren Verbände zu schädigen", sagte Generalsekretär Gerhard Aigner. "Und für die muss die Tür so weit offen bleiben, wie dies jetzt der Fall ist."

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