Werder Bremen : Der nächste Geldsegen ist nah

Werder Bremen besiegt Sampdoria Genua mit 3:1 – auch ohne den zu Real Madrid abgewanderten Mesut Özil. Der Einzug in die Gruppenphase der Champions League wäre so rentabel wie der Transfer des Nationalspielers – mindestens.

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Der Sprung in die Gruppenphase? Claudio Pizarro bejubelt mit Hugo Almeida (l.) seinen Treffer zum 3:0 gegen Sampdoria Genua.
Der Sprung in die Gruppenphase? Claudio Pizarro bejubelt mit Hugo Almeida (l.) seinen Treffer zum 3:0 gegen Sampdoria Genua.Foto: dpa

Ohne den Star ist auch vieles möglich. Einen Tag nach dem Millionendeal mit Real Madrid und dem Wechsel von Mesut Özil hat der SV Werder Bremen im Millionenspiel gegen Sampdoria Genua am Mittwochabend einen 3:1 (0:0)-Erfolg erreicht. Nach dem Sieg im Playoff-Hinspiel zur Champions League winkt dem Bundesliga-Dritten damit der nächste Geldregen – der Einzug in die Gruppenphase ist eine Garantieeinnahme von 15 Millionen Euro wert.

Für das Rückspiel am nächsten Dienstag im Stadion Luigi Ferraris, das nicht nur als einer der schönsten, sondern auch stimmungsvollsten Orte in der ansonsten eher tristen italienischen Stadionlandschaft gilt, hatten die Hanseaten dank der Tore von Clemens Fritz, Torsten Frings und Claudio Pizarro in der zweiten Hälfte an sich ein beruhigendes Polster herausgeschossen. Giampaolo Pazzini gelang in letzter Minute allerdings per Kopf noch der Anschlusstreffer. „Wir haben aus einem sehr guten Ergebnis ein gutes Ergebnis gemacht“, sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf über den späten Gegentreffer. „Das schmälert aber nicht die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind.“

Es dauerte mehr als eine Halbzeit, ehe Werder wirklich alle Irrungen und Wirrungen des Özil-Theaters abschütteln konnte. Bremens rechter Verteidiger Fritz kurvte nach innen und hämmerte mit seinem schwächeren linken Fuß den Ball in den Winkel – ein Traumtor. Nach der Pause agierten die Gastgeber zielstrebiger als Genua: Einen Elfmeter verwandelte Kapitän Frings nervenstark zum 2:0, zuvor hatte Sampdorias Verteidiger Stefano Luccini Gelb-Rot gesehen. Die Italiener wirkten irritiert, was Torjäger Pizarro in der 69. Minute nach feiner Kombination sofort auf seine typische Art zum 3:0 zu nutzen wusste.

Bei den 25.276 Zuschauer herrschte nun beste Stimmung, zumal das Spiel als Beleg durchging, dass auch ohne den hochbegabten Mesut Özil der Ball ansehnlich in Bremen rollen kann. Özils Rolle als Taktgeber übernahm dessen Kumpel Aaron Hunt. Der 23-jährige Nationalspieler agierte zentral in der Mittelfeldraute – und war einer der besseren auf Seiten der Bremer.

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