Werder Bremen : Die Abwehr ärgert Allofs

Sechs Tore konnten Klaus Allofs nicht glücklich machen. Der ehemalige Stürmer musste sich trotz der vielen Tore zusammenreißen, seinen Ärger nicht noch deutlicher zu zeigen. Die Gegentreffer bei Werder Bremens 6:3 (3:2) im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen den kasachischen Außenseiter FK Aktobe hatten dem Klubchef die Stimmung verdorben.

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Bremen „Das ist vielleicht für die Zuschauer schön“, grantelte Allofs, aber „ich fand es überhaupt nicht toll“. Tim Borowski nannte es passend ein „vogelwildes Spiel“.

   Es waren die fast schon traditionellen Nachlässigkeiten, die Werders Vorstandsvorsitzendem die Freude daran nahmen, dass sein Team nach Toren des starken Mesut Özil (2), von Naldo (2), Sebastian Boenisch und Hugo Almeida so gut wie weiter ist. Dass es Werders Heimpartie mit den meisten Toren in einem internationalen Wettbewerb war, interessierte Allofs nicht. Denn drei Gegentreffer gegen einen Kontrahenten auf oberem Zweitliga-Niveau machten die Bremer Schwächen im Defensivverhalten erneut deutlich. „So fehlerhaft darf man nicht spielen“, sagte Allofs. „Das war keine ausreichende Leistung.“    

 Gemeint war vor allem Clemens Fritz. Der Rechtsverteidiger erwies sich wie sein linkes Pendant Sebastian Boenisch erneut als größter Risikofaktor im Bremer Spiel. Über Außen ist Werder viel zu anfällig, lässt sich zu leicht ausspielen. Die Ursache für das lasche Abwehrverhalten war offensichtlich. Kapitän Torsten Frings fasste es in Worte: „Es kann sein, dass wir die Kasachen nicht immer zu 100 Prozent ernst genommen haben.“ Dieses Problem dürfte am Sonntag gegen Mönchengladbach kaum auftreten, denn der Gast hat im Gegensatz zu den noch sieglosen Bremern einen guten Start in die Liga erwischt. dpa

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